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DER GESUNDHEITSFONDS - UNSER STANDPUNKT

Was bedeutet die Einführung des Gesundheitsfonds für Sie und Ihre BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER?

Mit Einführung des Gesundheitsfonds wurde jede einzelne Krankenkasse – also auch die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER – in ihrer Selbstverwaltung stark eingeschränkt. Denn die Krankenkassen können ihre Beitragssätze nicht mehr selbst festlegen. Das ist aber nur einer unserer Kritikpunkte. 

MORBIDITÄTSORIENTIERTER RISIKOSTRUKTURAUSGLEICH (MORBI-RSA)

Vor der Einführung des Gesundheitsfonds wurde mit dem Risikostrukturausgleich (RSA) die unterschiedliche Krankheitslast (Morbidität) zwischen den verschiedenen Krankenkassen ausgeglichen. Entsprechend der Struktur ihrer Versicherten mussten die einzelnen Krankenkassen Geld in den RSA einzahlen oder sie bekamen Zahlungen aus dem RSA. Diese Struktur berücksichtigt Alter und Geschlecht des Versicherten, den Bezug einer Erwerbsminderungsrente und bestimmte chronische Erkrankungen.
Anfang 2009 wurde der Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen durch einen Morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich abgelöst. Bereits im letzten Jahr hat das Bundesversicherungsamt (BVA) bekannt gegeben, welche Krankheiten ab dem 1. Januar 2009 im RSA berücksichtigt werden. Das bedeutet, dass die Krankenkassen jetzt für jede dieser Erkrankungen Zuschläge bekommen. "Soviel Prävention wie möglich" – dieser bisherige Grundsatz wird mit dem neuen Morbi-RSA teilweise konterkariert.

80 KRANKHEITSGRUPPEN

Aus der Liste von Erkrankungen, die "eng abgrenzbar", "schwer wiegend" und "chronisch kostenintensiv" sein sollten, ist eine Liste mit 80 Krankheitsarten geworden, bei denen es sich weder durchgängig um chronische und schwer wiegende Krankheiten, noch um eng abgrenzbare Krankheiten handelt. So war beispielsweise die Zivilisationskrankheit Nr. 1 - der Bluthochdruck - zunächst nicht aufgeführt.

Mit dem Morbi-RSA werden nach Auffassung der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER falsche Anreize gesetzt. Denn er macht Krankenkassen mit vielen kranken Versicherten zu den Gewinnern der Reform. Die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER, die sich schon immer für die Prävention stark gemacht hat, wird bestraft.

VERWALTUNGSKOSTEN

Wir brauchen einen Finanzausgleich, der einfach, transparent und gerecht ist. Er muss, klarer als bisher, an die Anforderungen einer Gesellschaft angepasst werden, die sich in einem dramatischen demografischen Wandel befindet.

An aufgeblähten und teuren Verwaltungsapparaten haben Versicherte gesetzlicher Kassen kein Interesse. Diesen Wünschen sind die Betriebskrankenkassen seit Jahren entgegengekommen – mit schlanker Verwaltung und effizienter Arbeitsorganisation. Das drückt sich auch in unseren Verwaltungskosten aus: Der Anteil der Verwaltungskosten an den gesamten Ausgaben der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER lag 2007 bei 3,6 % und somit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt der gesetzlichen Krankenkassen von fast 5,5 %.

Vor mehr als zehn Jahren ist von der Politik der Wettbewerb zwischen den gesetzlichen Krankenkassen ausgerufen worden. Seitdem haben viele Versicherte mit den Füßen abgestimmt – sie haben selbst entschieden, wo sie krankenversichert sein möchten. Einige Kassen waren hierbei Gewinner, einige Verlierer: Das ist der Wettbewerb, den die Politik wollte.

Die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER nahm und nimmt wechselwillige Versicherte anderer Kassen gern auf: Nach wie vor ohne vorherige Prüfung der Krankheitsrisiken oder des Alters – so wie das bei den privaten Versicherungen üblich ist. Möchte uns ein Versicherter verlassen, bedauern wir dies sehr. „Bleibeprämien“ wie bei einer Großkasse gibt es bei uns allerdings nicht.

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