NEWSARCHIV
Juli 2010
21.07.2010
BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER verzeichnet positive Bilanz für 2009
Die Bilanz der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER für das Jahr 2009 konnte mit einem Plus von 3,765 Mio. Euro abgeschlossen werden. Die Einnahmen beliefen sich auf 299,760 Mio. Euro. Demgegenüber standen Ausgaben von rund 295,995 Mio. Euro.
In seiner Sitzung am 5. Juli 2010 hat der Verwaltungsrat die durch eine externe Prüfungsgesellschaft beurteilte Jahresrechnung abgenommen und dem Vorstand Entlastung erteilt.
Das Vermögen der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER am Ende des Geschäftsjahres 2009 in Höhe von 17,816 Mio. Euro entspricht rund 72% einer Monatsausgabe. Damit ist das gesetzliche Rücklagensoll von 25% einer durchschnittlichen Monatsausgabe mehr als erfüllt.
Steigerung bei den Ausgaben
Von den Einnahmen (299,760 Mio. Euro) gab die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER knapp 92,9% für Leistungen aus: rund 2.272 Euro je Mitglied. Der größte Teil dieser Ausgaben entfällt auf Krankenhausbehandlungen (71,928 Mio. Euro), gefolgt von ärztlichen Behandlungen (53,904 Mio. Euro), Ausgaben für Arzneimittel (40,629 Mio. Euro) und Krankengeld (24,248 Mio. Euro). Damit stiegen 2009 die Leistungsausgaben pro Mitglied um 9,4%. Die größten Steigerungen sind bei den Ausgaben für Krankengeld (plus 16,7%), Heil- und Hilfsmittel (plus 12,5%) und Krankenhausbehandlungen (plus 11,3%) zu verzeichnen.
Verwaltungskosten erneut weit unter Durchschnitt
Mit Hilfe der Verwaltungsausgaben kann die Effizienz einer Krankenkasse gemessen werden. Im Durchschnitt liegen die Verwaltungsausgaben der gesetzlichen Krankenkassen bei 128 Euro pro Versichertem. Mit rund 104 Euro liegen die Verwaltungskosten der BKK GILDEMEISTER SEIDENTICKER erneut unter dem bundesweiten Durchschnitt. Nach Berechnungen des GKV-Spitzenverbandes geben die gewinnorientierten Privatversicherer über 380 Euro pro Vollversicherten aus.
Tendenz steigend bei der Mitgliederentwicklung
Trotz der mit Einführung des Gesundheitsfonds grundlegend geänderten Rahmenbedingungen in der gesetzlichen Krankenversicherung konnte die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER 2009 im Vergleich zu 2008 einen Mitgliederzuwachs von 3,8% verzeichnen. Die durchschnittliche Mitgliederzahl belief sich 2009 auf 120.984.
Bedingt durch ihre gute finanzielle Ausgangssituation erhebt die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER im Jahr 2010 keinen Zusatzbeitrag. Da andere Krankenkassen bereits seit Anfang des Jahres einen Zusatzbeitrag erheben, verzeichnet die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER seit Februar 2010 einen deutlichen Mitgliederzuwachs.
Pflegeversicherung: Das meiste Geld für den Ausgleichsfonds
Die Einnahmen der Pflegeversicherung der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER beliefen sich 2009 laut Jahresrechnung auf 64,6 Mio. Euro, denen Leistungsausgaben von 6,2 Mio. Euro gegenüberstehen. Allein 57,1 Mio. Euro flossen in den gesetzlichen Ausgleichsfonds. Dieser Fonds unterstützt die Pflegekassen, die mit ihren Einnahmen die Ausgaben nicht decken können. Daraus ergibt sich folgende Verteilung der Ausgaben: 10% für Leistungen, 90% für den Ausgleichsfonds.
Geschäftsbericht 2009
Den Geschäftsbericht 2009 der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER sowie die Geschäftsberichte der vergangenen zwei Jahre stehen online zum Download bereit und können hier eingesehen werden.
20.07.2010
Bei Hitze-Alarm empfohlen: Das „Gesundheitstelefon“ der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER
Immer mehr Menschen klagen in diesen Tagen über die große, für uns in Mitteleuropa ungewöhnliche Hitze – immer mehr Menschen werden darüber sogar krank.
Und diese Hitzewelle wird nach Prognosen von Meteorologen weiter andauern und so diesen Sommer zum möglicherweise heißesten in der Geschichte der Wetteraufzeichnungen werden lassen.
- Was sind die Gefahren und Risiken dieser Wetterlage?
- Was sind die typischen, hitzebedingten Erkrankungen und mit welchen Symptomen gehen sie einher?
- Welche Erste-Hilfe Maßnahmen sind zu ergreifen?
- Wann ist ein Arztbesuch angesagt?
Die Experten am Gesundheitstelefon der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER geben Antworten auf alle Fragen rund ums Thema. Sie erhalten wertvolle Ratschläge und Tipps zum richtigen Umgang mit der Hitze.
Das Gesundheitstelefon erreichen Sie rund um die Uhr unter:
01805 609020 (0,14 €/Min. aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 €/Min.)
Da wir diesen Service exklusiv für unsere Versicherten anbieten, sollten Sie Ihre BKK-Versichertenkarte, Papier und Stift, Medikamente, die Sie zurzeit einnehmen bzw. die im Zusammenhang mit Ihrer Frage stehen, ärztliche Befunde (falls vorhanden) griffbereit haben.
Einfach. Gut. Durch den Sommer kommen. Mit Ihrer BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER
14.07.2010
Wissen was geht! – Jugendliche auf ihrer Expedition Zukunft zu Besuch bei der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER
Auch in diesem Jahr veranstalten die Wirtschaftsförderung Bodenseekreis (WFB) und die Firmen der Region wieder die Ferienaktion „wissen was geht!“ zur Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler aus der Bodenseeregion.
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Am 16. August ist die Aktion bei der der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER in Friedrichshafen zu Gast. Hier lernen die zukünftigen Berufsstarter nicht nur das Unternehmen, sondern auch den Beruf des Sozialversicherungs-fachangestellten kennen. Neben einem Rundgang durch das Gebäude stehen Gespräche mit Auszubildenden und Ausbildungsleitern auf dem Programm.
Im Rahmen der Aktion „wissen was geht!“ können interessierte Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 20 Jahren in ihren Sommerferien einen Tag lang verschiedene Unternehmen besuchen, unterschiedliche Berufsbilder kennenlernen und so erste Eindrücke im Berufsleben sammeln. Die Teilnahme ist kostenlos!
Anmeldung und weitere Informationen zur Veranstaltung unter:
www.wissen-was-geht.de oder unter 07541-385 88 0 oder
07551-947 19 37
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02.07.2010
NÜRNBERGER und BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER kooperieren
250 Jahre Tradition und Erfahrung
Die NÜRNBERGER Krankenversicherung AG (NKV) und die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER haben eine Kooperation bei privaten Zusatzversicherungen vereinbart. Seit 1. Juli 2010 steht den Versicherten der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER eine breite Palette von bedarfsgerechten Ergänzungstarifen der NKV im Rahmen der Gruppenversicherung zur Verfügung.
Die Zusatztarife sehen zum Beispiel Leistungen für Zahnersatz, Brillen und Kontaktlinsen, Behandlungen beim Heilpraktiker oder stationäre Aufenthalte im Krankenhaus vor. Sie bieten außerdem Versicherungsschutz im Ausland. Auch ein Krankenhaus- oder Pflege-Tagegeld kann abgeschlossen werden. Alle Zusatztarife bietet die NKV zu besonders günstigen Konditionen an.
„Mit der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER konnten wir einen sehr leistungsfähigen Partner aus dem Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung gewinnen“, erklärt Alexander Brams, Vorstandsmitglied der NKV. „Zudem verbindet sie wie die NÜRNBERGER Tradition und Zukunftsorientierung in hervorragender Weise.“
„Unser Ziel ist es, unseren Versicherten ein optimales Leistungsangebot zu einem fairen Preis mit herausragendem Service anbieten zu können“, so Frank Jessen, Vorstand der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER. „In der NÜRNBERGER Krankenversicherung haben wir für die Zukunft einen verlässlichen und starken Partner gefunden.“
Die NKV, ein Unternehmen der NÜRNBERGER Versicherungsgruppe, gehört zu den wachstumsstärksten Unternehmen der privaten Krankenversicherung. Im Geschäftsjahr 2009 konnte sie die Beitragseinnahmen um 3,7 Prozent auf rund 147 Mio. EUR steigern. Zum achten Mal in Folge wurde die NKV von den Experten der ASSEKURATA Assekuranz Rating-Agentur mit A+ („sehr gut") bewertet. Die für die Kunden eines Krankenversicherers besonders wichtige Beitragsstabilität erhielt die Bestnote „exzellent".
NÜRNBERGER und BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER können zusammen auf 250 Jahre Tradition und Erfahrung zurückblicken. Die NÜRNBERGER wurde 1884 als erste selbstständige Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft Bayerns gegründet. Mit einem eigenen Krankenversicherer ist die Versicherungsgruppe seit 1991 auf dem Markt. Ebenfalls 1884 ging die Kranken- und Unterstützungskasse der Firma Gildemeister & Comp. in Bielefeld an den Start. Durch die Fusion mit der BKK Seidensticker 1997 und der BKK Zeppelin 2003 erreichte sie ihre heutige Größe.
250 Jahre Tradition und Erfahrung. Einfach. Gut. Für Alle.
02.07.2010
BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER gewinnt Silber-Award des BCP 2010
Am 30. Juni war es soweit: Die besten Unternehmenspublikationen beim BCP Best of Corporate Publishing wurden in Hamburg ausgezeichnet.
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Die Jury des größten Wettbewerbs für Unternehmenskommunikation in Europa hat im März und April aus über 600 eingereichten Publikationen die 177 Nominierten bestimmt. Das Gesundheitsjournal der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER wurde 2008 gleich mit der Erstausgabe mit Gold und nun zum zweiten Mal in Folge mit dem Silber-Award ausgezeichnet.
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Juni 2010
28.06.2010
Themenchat „Vitaminpräparate – Sinnvoll oder überflüssig?“ am 13.07.2010
Eine vollwertige und ausgewogene Ernährung zählt in jedem Alter zu den wichtigsten Voraussetzungen für Gesundheit und Wohlbefinden. Und weil Vitamine und Mineralstoffe so wichtig sind, greifen immer mehr Menschen zu Nahrungsergänzungsmitteln. Aber sind diese Präparate wirklich nötig oder können sie auch gesundheitsschädlich sein?
Diese und andere Fragen rund ums Thema „Vitaminpräparate“ beantwortet Ihnen im kommenden Chat unsere Expertin Antje Gahl, Diplom-Ökotrophplogin und Leiterin des Referats Öffentlichkeitsarbeit bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).
Seit den 90er Jahren nehmen immer mehr Menschen Vitaminpräparate als Nahrungsergänzung zu sich. Dabei weist die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) darauf hin, dass Deutschland kein „Vitaminmangel-Land“ ist und es demzufolge auch nicht nötig ist, derartige Präparate einzunehmen, sofern man nicht zu einer Risikogruppe zählt.
Eine übermäßige Einnahme von Vitaminpräparaten soll nicht nur schädlich sein, sondern sogar die Sterblichkeit erhöhen. Kein Wunder also, dass nun große Unsicherheit herrscht.
Sie möchten wissen, wann Vitaminpräparate sinnvoll sind und wann nicht, oder was eine Überdosierung an Vitaminpräparaten bewirkt? Stellen Sie Ihre Fragen im Chat!
Unsere Expertin beantwortet im Themenchat am 13.07.2010 live alle Fragen in der Zeit von 20:00 bis 21:30 Uhr.
16.06.2010
BKK Gesundheit online
Jetzt im Erscheinungsbild der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER
Mit unserem Portal "Gesundheit online" bieten wir Ihnen eine zeit- und ortsunabhängige Onlineplattform mit einem umfassenden Informations- Interaktions- und Beratungsangebot rund um alle gesundheitsrelevanten Themen. Und das ab sofort im Erscheinungsbild der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER.
Unter www.bkkgs.portal-gesundheitonline.de finden Sie neben einem aktuellen "Topthema" und einer Datenbank für die Suche von Gesundheitskursen unter der Rubrik "aktiv & gesund" verschiedene Module, mit denen Sie Ihre Gesundheit online testen können.
Für frisch gebackene Eltern und die, die es werden wollen, gibt es im Bereich "Fit von Klein auf" alles Wissenswerte und viele wertvolle Tipps für die ersten drei Jahre im Leben Ihres Kindes.
Und der "FamilyCare-Newsletter" begleitet Eltern und Kind von der 20. Schwangerschaftswoche bis zum 6. Geburtstag.
Unter "BKK Lebenshilfe" können Sie weiterhin kostenlos und völlig anonym Kontakt zu Beratungsstellen, Selbsthilfeorganisationen oder anderen Betroffenen aufnehmen, Termine für eine E-Mail-Beratung oder eine Einzel-Chat-Beratung vereinbaren, und in regelmäßig stattfindenden Experten-Chats mit Fachleuten über unterschiedliche Themen diskutieren.
Bis zum 30. August 2010 stehen in der Themenwelt "Fit in der Lebensmitte" wechselnde Topthemen für Sie bereit. Zurzeit erfahren Sie hier alles Wissenswerte rund um "Bewegung & Fitness" in der 2. Lebenshälfte.
Mai 2010
31.05.2010
Kein Zusatzbeitrag bei der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER
Etliche Krankenkassen erheben bereits einen Zusatzbeitrag von ihren Versicherten. Und auch die Privaten Krankenversicherungen haben bereits Beitragsanhebungen angedroht.
"Mit unserer klaren Aussage, in 2010 keinen Zusatzbeitrag zu erheben, möchten wir einer Verunsicherung unserer Versicherten vorbeugen", sagt Frank Jessen, Vorstand der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER. Möglich macht das u. a. eine solide und vorausschauende Finanzpolitik, mit der die BKK frühzeitig eine gute Grundlage für den Gesundheitsfonds geschaffen hat.
Seit 2009 können Krankenkassen dann einen Zusatzbeitrag erheben, wenn sie ihre Ausgaben nicht mit den aus dem Gesundheitsfonds zugewiesenen Geldern bestreiten können. Das Gesundheitsministerium geht zwar momentan noch davon aus, dass Zusatzbeiträge oberhalb von acht Euro vermieden werden könnten. Doch auch acht Euro sind viel Geld. Zu befürchten ist auch, dass viele Krankenkassen Zusatzleistungen zurückfahren, mit denen sie zunächst um Mitglieder gebuhlt haben.
Die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER hingegen baut ihr ohnehin umfangreiches Leistungsangebot ständig aus. Und das Beste daran: Mit dem attraktiven Bonusprogramm, dem Hausarztmodell oder vielen anderen Extras wie beispielsweise dem Zahnarzt-Bonus sparen Versicherte der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER bares Geld.
Eben: Einfach. Gut. Für Alle.
31.05.2010
Zusatzbeitrag? Dann zur BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER wechseln
Machen Sie von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch.
Seit 2009 können Krankenkassen dann einen Zusatzbeitrag erheben, wenn sie ihre Ausgaben nicht mit den aus dem Gesundheitsfonds zugewiesenen Geldern bestreiten können. Ihre Krankenkasse muss Sie mindestens einen Monat vor der ersten Fälligkeit über den Zusatzbeitrag informieren.
Erhebt Ihre Krankenkasse einen Zusatzbeitrag, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Ihre Krankenkasse muss Sie darüber hinaus auf die Möglichkeit eines Kassenwechsels hinweisen. Nehmen Sie Ihr Kündigungsrecht wahr, müssen Sie im Kündigungszeitraum (zwei Kalendermonate) den Zusatzbeitrag nicht bezahlen.
Der von Ihnen allein zu zahlende Zusatzbeitrag darf ein Prozent Ihres beitragspflichtigen Einkommens nicht übersteigen. Doch keine Regel ohne Ausnahme: Bei Zusatzbeiträgen bis zur Höhe von pauschal acht Euro entfällt die Einkommensprüfung und somit die Belastungsgrenze.
Erhebt auch Ihre Krankenkasse einen Zusatzbeitrag? Dann wechseln Sie zur BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER. Einfach. Gut. Für Alle. Ohne Zusatzbeitrag! Rufen Sie uns an. Wir sind gern für Sie da. Oder melden Sie sich gleich hier online an.
06.05.2010
Bundesweiter Tag der Organspende am 5. Juni 2010
„Richtig. Wichtig. Lebenswichtig!“ lautet das Motto des Tags der Organspende am 5. Juni 2010.
12.000 Patienten warten in Deutschland auf ein Spenderorgan. Aufgrund des anhaltenden Organmangels sterben jährlich rund 1.000 Menschen auf der Warteliste und Nierenpatienten warten durchschnittlich fünf bis sechs Jahre auf eine Transplantation. Die Bereitschaft zur Organspende ist grundsätzlich vorhanden. So zeigen Umfragen immer wieder, dass etwa 80 Prozent der Bevölkerung der Organspende positiv gegenüber stehen. Aber nur 17 Prozent der Bundesbürger haben einen Organspendeausweis.
Die zentrale Veranstaltung zum Tag der Organspende findet in diesem Jahr in Hannover statt. Ministerpräsident Christian Wulff und Aygül Özkan, Niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, haben die Schirmherrschaft übernommen. Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler spricht das Grußwort. Der Tag der Organspende beginnt mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Marktkirche. Vor der Kirche werden Infostände und Aktionen über Organspende, Transplantation und Gesundheit informieren. Ein weiterer Höhepunkt ist das Bühnenprogramm am nachmittag.
Der erste Samstag im Juni ist seit 28 Jahren der Organspende gewidmet. Er ist ein wichtiger Anlass, um das Thema Organspende verstärkt in das öffentliche Bewusstsein zu rücken und die Menschen aufzuklären.
April 2010
23.04.2010
Ihre BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung raten: Schutzimpfungen - der beste Schutz für Kinder und Erwachsene
Anlässlich der Europäischen Impfwoche vom 24. April bis zum 1. Mai 2010 empfehlen die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER allen Bürgerinnen und Bürgern, ihren Impfstatus bei ihrer behandelnden Ärztin oder ihrem Arzt zu überprüfen.
Noch immer vergessen viele Menschen, dass zahlreiche Infektionskrankheiten auch mit den Mitteln heutiger Medizin nur schlecht behandelt werden können und schwerwiegende Komplikationen auslösen. Deshalb sind vorbeugende Impfungen wichtig, sowohl im Kindes- als auch im Erwachsenenalter.
Die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER übernimmt die Kosten für alle Impfungen, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen werden. Zu Ihrem Schutz. Für Menschen, die wegen ihres Alters oder sonstiger Gründe besonderen Risiken ausgesetzt sind, übernimmt die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER auch die Kosten für so genannte Indikationsimpfungen. Lassen Sie sich von uns beraten.
Wie das Beispiel Masern zeigt, kann auch in Deutschland der Impfschutz noch deutlich verbessert werden. So müssten über 95 Prozent aller Kinder zweimal gegen Masern geimpft sein, um von einer Ausrottung des Virus und einem Schutz der Bevölkerung ausgehen zu können. Tatsächlich liegen die Impfquoten in der Altersgruppe der 2- bis 17-Jährigen insbesondere bei der zweiten Masernimpfung bei nur 75 Prozent. Das ist eindeutig zu niedrig und weist darauf hin, dass noch immer viele Menschen sogenannte "Kinderkrankheiten" wie Masern oder Mumps irrtümlicherweise für harmlos halten. Dabei verkennen sie die gesundheitlichen Gefahren. Während bei einer Maserninfektion - je nach Alter - bis zu jeder 500. Betroffene an einer Gehirnentzündung erkrankt, ist das Risiko einer solchen Erkrankung nach einer Masernimpfung erheblich niedriger und liegt bei weniger als 1:1.000.000.
In Zeiten der Globalisierung und weltweiter Reisen können Infektionskrankheiten, die in Deutschland nicht mehr vorkommen, wie beispielsweise Kinderlähmung, jederzeit wieder eingeschleppt werden und hier zu Erkrankungen Ungeimpfter führen. Nur durch einen hohen Anteil Geimpfter in der Bevölkerung kann auf Dauer sichergestellt werden, dass Krankheiten, die in anderen Ländern noch weit verbreitet sind, in Deutschland nicht erneut auftreten.
Weitere Informationen zum Thema Impfung unter: http://www.kindergesundheit-info.de - Portal für Eltern rund um das Thema Kindergesundheit http://www.ich-geh-zur-u.de - Internetportal zu Früherkennungsuntersuchungen U1 bis U9.
Ausführliche Informationen auch hier auf unserer Internetseite unter Leistungen und dort unter Leistungskatalog von A bis Z.
Die Faltblätter "Impfen schützt!" - Sicherer Schutz vor Infektionskrankheiten für Kinder (in Deutsch, Russisch, Türkisch, Arabisch und Englisch) und "Kleiner Piks mit großer Wirkung. Infos zum Impfen" (für Jugendliche) können kostenlos unter folgender Adresse bestellt werden: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, Fax: 0221-8992257, E-Mail: order@bzga.de, www.bzga.de [http://www.bzga.de/infomaterialien/kinder-und-jugendgesundheit]
Quelle: BZgA, 23.04.2010
09.04.2010
Operation gescheitert - die Ärzte greifen im Arbeitskampf zum Skalpell
Mit dem Abbruch der fünften Tarifrunde am 8. April in Düsseldorf bereitet sich die Ärztegewerkschaft Marburger Bund nach vier Jahren erneut auf Streiks an den 800 kommunalen Kliniken in Deutschland vor. Mit Arbeitsniederlegungen ist ab Mitte Mai zu rechnen. Nur Berlin und Hamburg, wo eigene Tarifverträge gelten, werden davon ausgenommen sein. Die Schuld geben sich die Tarifparteien jeweils gegenseitig.
Enttäuscht brachen die Ärztevertreter nach 30-stündigen zähen Verhandlungen den Versuch ab, mit den Arbeitgebern doch noch zu einer Einigung zu kommen. «Uns liegt noch nicht mal ein förmliches Angebot der Arbeitgeber vor», empörte sich Lutz Hammerschlag, der Verhandlungsführer der Ärzte. Die Arbeitgeber hätten sich schlicht geweigert, einen Abschluss oberhalb dessen zu vereinbaren, was Verdi für den öffentlichen Dienst erstritten hat - 2,3 Prozent für 26 Monate. Dabei seien in Hamburg sogar 11 Prozent drin gewesen.
Für die Gewerkschaft, die die Vergütungssituation der Ärzte grundsätzlich verbessern will, ist dies inakzeptabel, weil es an der Existenzberechtigung des Marburger Bundes rühren würde. Der hatte sich nach seinem wochenlangen Streik 2006 Respekt und Zulauf von nach eigenen Angaben 30 000 neuen Mitgliedern verschafft.
Mit 107 000 organisierten Ärzten will man sich nicht wieder unter die Verdi-Fittiche begeben, die gerade einmal 1000 Ärzte in ihren Reihen vorweise. «Für die Ärzte ist Verdi eine Scheingewerkschaft, so relevant wie die Christliche Gewerkschaft für die IG Metall», heißt es selbstbewusst.
Die Patienten sehen die Ärztegewerkschafter auf ihrer Seite, man streite letztlich für deren Versorgungssicherheit. «Wenn wir das so weiterlaufen lassen, setzt sich der Exodus der Ärzte an den kommunalen Kliniken fort, und wir laufen in einen massiven Ärztemangel hinein», sagt der MB-Vorsitzende Rudolf Henke.
Ganz anders die Version der Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeber. Der Marburger Bund ignoriere die Wirtschaftskrise und lasse jedes Verantwortungsbewusstsein vermissen, heißt es dort.
Die Arbeitgeber hätten 2,9 Prozent bei drei Jahren Laufzeit akzeptiert. Dazu ein Plus für die Bereitschaftsdienste von 16 bis 20 Prozent und zusätzliche Zuschläge für Nachtarbeit. Die Ärzte seien Spitzenverdiener auch unter den Akademikern. Unter den angekündigten Streiks würden in erster Linie unbeteiligte Patienten leiden.
Der Marburger Bund verweist auf 5000 unbesetzte Ärztestellen an den Kliniken und die Abwanderung der teuer ausgebildeten Mediziner ins Ausland. Die Arbeitgeber kontern, dass die Ärztegehälter in den vergangenen Jahren massiv gestiegen seien. Dass die Zahl der freien Stellen dennoch von 4000 auf mittlerweile 5000 gestiegen sei, widerlege doch die These, dass höheres Gehalt den Ärztemangel behebe.
Für die Krankenkassen ist der Ärztemangel ein Rechentrick. Noch nie habe es in Deutschland so viele Krankenhausärzte gegeben wie heute. Ihre Zahl sei seit 1998 um 13 Prozent auf 154 000 gestiegen.
Die Zahl der in Krankenhäusern behandelten Patienten sei im selben Zeitraum dagegen nur um vier Prozent gewachsen.
Quelle: dpa, 08.04.2010
08.04.2010
Der Frühling ist da. Und mit ihm die ersten Zecken.
Der harte und lange Winter hat den Zecken nicht geschadet. Schon jetzt sollten sich deshalb Waldbesucher und Menschen, die sich gern im Garten aufhalten, darauf einstellen, dass die unliebsamen Plagegeister im Unterholz lauern können. Am liebsten suchen sie sich eine warme, gut durchblutete Stelle am Kopf, in der Achselhöhle, in der Leistengegend oder zwischen den Zehen.
Die Zecke als Überlebenskünstler hat sich offenbar dem veränderten Lebensumfeld angepasst. Ab einer Temperatur von ca. sieben Grad sind Zecken aktiv. Die Gefahr, nach einem Zeckenstich an Borreliose und der Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) zu erkranken, wird in Deutschland immer größer.
Nach Angaben der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) ist inzwischen fast jede dritte Zecke mit Borreliose infiziert. Bis zu 240 000 Menschen infizieren sich pro Jahr in Deutschland mit Borreliose. Zwischen 60 000 und 80 000 erkranken an dieser gefährlichen Krankheit, die Nervensystem, Gelenke und Gewebe schädigt. Gegen Borreliose gibt es keine Vorbeugung, hier helfen schnelles Handeln und die Behandlung mit Antibiotika. Die Symptome sind Abgeschlagenheit, Fieber und Kopfschmerzen. Als Hinweis gilt in vielen Fällen eine Rötung an der Einstichstelle, die Tage oder Wochen nach dem Zeckenbiss auftreten kann.
Eine weitere Gefahr ist die sog. Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME), die trotz ihres Namens eben nicht auf diese Jahreszeit beschränkt bleibt. Die durch Hirnhaut-Entzündung gekennzeichnete Krankheit wird ebenfalls durch Zeckenbisse verursacht. Bei einer Infektion mit dem FSME-Virus treten etwa 14 Tage nach dem Stich grippeähnliche Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber auf. Bei einem Drittel der Erkrankten kommt es nach kurzer Zeit zu einem zweiten Krankheitsschub mit hohem Fieber, Nackensteifheit und Erbrechen. 2009 erkrankten 305 Menschen in Deutschland an der FSME.
Zecken, die das FSME-Virus übertragen, treten bislang hauptsächlich in den südlichen Landesteilen wie Baden-Württemberg und Bayern auf. Doch diese Risikogebiete werden seit Jahren kontinuierlich größer. Während es keinen Impfstoff gegen die Borreliose gibt, kann man sich vor FSME durch eine Impfung schützen. Die Gesundheitsbehörden empfehlen Menschen, die in den Risikogebieten leben oder dort Urlaub machen wollen, eine Impfung als präventive Maßnahme.
Die Experten der SDW raten darüber hinaus zu folgenden Vorsichtsmaßnahmen:
- Gebüsch, Unterholz und hohe Gräser meiden, denn Zecken fallen nicht etwa – wie oft behauptet – vom Baum, sondern warten in diesen Bereichen auf ihren Wirt, von dem sie beim Vorbeigehen abgestreift werden.
- Nach dem Spaziergang unbedingt Kleidung und Körper nach Zecken absuchen. Sie sollten innerhalb von zwölf Stunden entfernt werden, da das Infektionsrisiko mit der Saugdauer steigt. Die gesamte Zecke sollte vorsichtig herausgedreht werden. Die Zecke sollte anschließend unbedingt getötet werden, weil sie auch ohne Blut lange überleben kann.
- Helle und geschlossene Kleidung schützt vor Zecken. Festes Schuhwerk und lange Hosen erschweren der Zecke das Finden einer Fläche zum Blutsaugen.
Einfach. Gut. Informiert. Mit der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER.
März 2010
22.03.2010
Welttuberkulosetag am 24. März 2010
Infektion bleibt weltweite Epidemie
Tuberkulose bleibt nach Einschätzung von Experten neben Malaria und Aids einer der drei großen Killer der Menschheit. Mit 5,4 Millionen Neuerkrankungen im Jahr 2008 und etwa 2 Millionen Toten pro Jahr sei die Situation weiter dramatisch, sagte Robert Loddenkemper vom deutschen Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose. Besonders betroffen seien neben Südafrika und Asien die Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Trotz rückläufiger Zahlen in Deutschland (4500 Fälle im Jahr 2008) schätzt das Robert Koch-Institut Tuberkulose auch hier als ernstzunehmendes Gesundheitsproblem ein. Am 24. März ist Welttuberkulosetag.
Noch in den 1970er Jahren gingen Forscher davon aus, dass sich die Tuberkulose weltweit besiegen lasse - mit gut wirksamen Medikamenten und Impfungen. Doch die heilbare Infektion suchte sich neue Wege. Ihre Bakterienstämme veränderten sich. Die gängigen Medikamente aus den 60er Jahren schlagen deshalb heute häufig nicht mehr an. Das macht die Behandlungen aufwendiger und teurer. Doch nicht überall auf der Welt werden Patienten auf Resistenzen getestet. Mit einem Husten können sie gesunde Menschen anstecken. Forscher gehen davon aus, dass heute weltweit jeder dritte Mensch Tuberkulose-Erreger in sich trägt.
"Bakterien kennen keine Grenzen", warnte Sabine Rüsch-Gerdes, Leiterin des Nationalen Referenzentrums für Mykobakterien in Borstel bei Hamburg. Durch Migration werde die Krankheit inzwischen wieder in die Industrieländer getragen. In Deutschland habe es schon Ansteckungen bei Kindern gegeben, die von Au-Pair-Mädchen betreut wurden. Viele Hausärzte würden die Infektion auch nicht mehr sofort erkennen, weil sie so selten geworden sei. All das mache die Ausbreitung leichter.
Deutschland ist aber noch lange kein TB-Problem-Land. Dazu zählen vor allem Staaten im südlichen Afrika, gefolgt von den Philippinen, Indonesien, Indien, der Russischen Föderation und China. Hier erkranken zwischen 100 und 900 von 100 000 Menschen an Tuberkulose, bis zu 200 sterben. Mit viel Geld wird versucht, diesen Ländern beim Aufbau moderner Diagnose- und Therapiezentren zu helfen. Doch die Hemmnisse sind groß. Laborärzte in Kasachstan verdienten zum Beispiel viel zu wenig Geld, um zu bleiben, sagte Rüsch-Gerdes. In Osteuropa wirke noch die falsche Propaganda der Sowjetunion nach, es gebe keine Tuberkulose im Land. Regierungen müssten erst mühsam zum Handeln überzeugt werden.
Als zweites unerwartetes Problem bei der Tuberkulose-Bekämpfung kam der Aids-Erreger hinzu. Bei Patienten mit einem stark geschwächten Immunsystem hat die Tuberkulose als Co-Infektion oft ein leichtes Spiel, besonders häufig in Afrika. Inzwischen wissen Forscher auch, dass die herkömmliche Impfung gegen Tuberkulose keinen Schutz garantiert. Sie wirkt vor allem bei Kindern, weniger bei Erwachsenen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht dennoch davon aus, dass Tuberkulose im Jahr 2050 ausgerottet ist. Rüsch-Gerdes teilt diesen Optimismus nach vielen Auslandsreisen nicht.
Noch immer habe Tuberkulose den Ruf, eine Krankheit der Asozialen und der Dritten Welt zu sein, kritisierte Rüsch-Gerdes. Das sei jedoch auch in Deutschland ein Trugschluss. Hier erkrankten 2008 etwa 5 von 100 000 Menschen an Tuberkulose, 2007 waren es 6. Regional gibt es bei den Ansteckungszahlen große Unterschiede. Stadtstaaten wie Hamburg und Berlin registrierten 8 bis 9 Fälle pro 100 000 Einwohner.
Quelle: dpa
11.03.2010
Darmkrebs: vorbeugen, erkennen, heilen
Deutsche Krebshilfe und die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER informieren zum
Darmkrebsmonat März
Jährlich erkranken etwa 73.000 Menschen neu an Darmkrebs, 27.000 Menschen sterben daran. Früh erkannt ist diese Krankheit jedoch gut heilbar. Daher bietet die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER allen Versicherten ab 50 Jahren ein umfassendes Darmkrebs-Früherkennungsangebot an. "Die Experten der Deutschen Krebshilfe empfehlen sowohl den Stuhl-Blut-Test für Männer und Frauen ab 50 Jahren als auch die Darmspiegelung ab 55 Jahren als sinnvolle Maßnahme zur Früherkennung von Darmkrebs", betont Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. Viele Menschen haben Fragen zur Prävention, Früherkennung und Therapie von Darmkrebs. Aus diesem Grund initiiert die Deutsche Krebshilfe Telefonaktionen in Kooperation mit großen Tageszeitungen. Namhafte Krebs-Experten beantworten die Fragen der Bevölkerung.
Im Darmkrebsmonat März informiert die Deutsche Krebshilfe die Bevölkerung besonders intensiv über das Thema Darmkrebs, denn die Chancen der Vorbeugung und Früherkennung sind gut. "Die beste Möglichkeit, sich vor Darmkrebs zu schützen ist ein gesunder Lebensstil", erläutert Dr. Leonhard Hansen, Vorsitzender des Fachausschusses "Krebs-Früherkennung" der Deutschen Krebshilfe. Nichtrauchen, regelmäßige Bewegung, eine gesunde Ernährung sowie nur ein mäßiger Alkoholkonsum helfen, der Krankheit vorzubeugen.
Fast alle Darmkrebserkrankungen entstehen aus gutartigen Vorformen – so genannten adenomatösen Polypen oder Adenomen. In der Regel dauert es mehrere Jahre, bis sich aus einem Polypen Darmkrebs entwickelt. Ein erhöhtes Risiko besteht vor allem bei größeren Adenomen, die bereits Zellveränderungen aufweisen. Durch die Entfernung dieser Vorstufen kann die Entstehung von Darmkrebs verhindert werden. Dies ist das vorrangige Ziel der gesetzlichen Krebs-Früherkennungsuntersuchung.
Versicherten ab 50 Jahren bietet die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER kostenlose Untersuchungen an: Zunächst jährlich den Stuhl-Blut-Test, ab 55 Jahren dann die Koloskopie (Darmspiegelung), die nach zehn Jahren wiederholt wird. Wer sich gegen die Darmspiegelung entscheidet, kann alternativ ab 55 alle zwei Jahre den Stuhl-Blut-Test nutzen. Familiär belastete Menschen sollten sich in einem der sechs Zentren für familiären Darmkrebs der Deutschen Krebshilfe beraten lassen und schon in jungen Lebensjahren mit der Darmkrebs-Früherkennung beginnen.
Zum Thema Darmkrebs hält die Deutsche Krebshilfe umfangreiches kostenloses Informationsmaterial bereit: Ratgeber, Präventionsfaltblätter und Plakate sowie ein Patienten-Informationsfilm auf DVD können kostenlos bei der Deutschen Krebshilfe, Postfach 1467, 53004 Bonn, oder im Internet unter www.krebshilfe.de bestellt werden.
Quelle: Deutsche Krebshilfe
Februar 2010
24.02.2010
Kostenlose Ersthilfe bei ärztlichen Behandlungsfehlern
Wenn Patienten vermuten, Opfer eines ärztlichen Behandlungsfehlers geworden zu sein, können sie sich an das Medizinrechts-Beratungsnetz wenden. Sie erhalten dort einen Beratungsschein für ein für sie kostenloses, juristisches Orientierungsgespräch durch ausgewählte Vertrauensanwälte in Wohnortnähe.
Der Verein Medizinrechtsanwälte e.V. ist Träger des Medizinrechts-Beratungsnetzes. Die Vorsitzende, Dr. Britta Specht, Fachanwältin für Medizinrecht, begrüßt den Vorschlag, ein Melderegister für Behandlungsfehler einzuführen, fordert aber eine konsequente Bearbeitung: "Ein Melderegister ist im Grundsatz sinnvoll, wenn es zur Fehlervermeidung eingesetzt wird und nicht zur Verunglimpfung einzelner. Aber es reicht nicht, die Fehler zu melden. Es müssen die Abläufe analysiert werden, die zu Fehlern führen. Dann kann es ein wertvolles Instrument sein und die Sicherheit der Patienten erhöhen."
Das Medizinrechts-Beratungsnetz wurde im Jahr 2000 von der Stiftung Gesundheit initiiert. In den vergangenen zehn Jahren haben mehr als 15.000 Orientierungsgespräche stattgefunden. Eine wissenschaftliche Studie in Zusammenarbeit mit der Universität Kiel begleitet das Projekt kontinuierlich. Bei der letzten Auswertung waren über 80 Prozent der Ratsuchenden zufrieden.
Patienten wie auch Ärzte können bei Fragen zum Medizin- oder Sozialrecht ein für sie kostenloses, juristisches Orientierungsgespräch durch ausgewählte Vertrauensanwälte in Anspruch nehmen. Beratungsscheine gibt es unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 0 73 24 83.
Weitere Informationen sowie das Verzeichnis der Vertrauensanwälte unter: www.medizinrechts-beratungsnetz.de
22.02.2010
Neuregelung der Arzneimittel-Rabattverträge
Versicherte profitieren schon seit 2007 von Rabattverträgen
Die Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung für Arzneimittel steigen stetig. Um die Preissteigerung für Arzneimittel zu begrenzen und die Versicherten finanziell zu entlasten, schließen die gesetzlichen Krankenversicherungen seit einigen Jahren Arzneimittel-Rabattverträge mit Arzneimittelherstellern.
Damit verpflichten sich die Krankenkassen, überwiegend Arzneimittel von bestimmten Herstellern abzunehmen. Die Verträge gelten für das gesamte Sortiment eines Arzneimittelherstellers. Die Versicherten leisten für diese Medikamente in der Regel die gesetzliche Zuzahlung.
Neue Rabattverträge zum 1. März 2010
Aufgrund gesetzlicher Änderungen dürfen die gesetzlichen Krankenkassen - und damit auch die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER – Verträge nur noch für einzelne Wirkstoffe, dafür aber mit mehreren Vertragspartnern abschließen. Diese neuen Rabattverträge treten zum 1. März 2010 in Kraft.
Was ändert sich damit für Sie als Versicherte
Wenn Sie in der Apotheke bisher ein bestimmtes Arzneimittel erhalten haben, könnte es sein, dass Sie ab 1. März 2010 im Rahmen eines neuen Rabattvertrags ein wirkstoffgleiches Medikament eines anderen Herstellers bekommen. Solche Nachahmerprodukte (Generika) sind bei gleicher Wirksamkeit oft deutlich günstiger als das Originalpräparat.
Für alle Arzneimittel aus den neuen Rabattverträgen müssen Sie keine gesetzliche Zuzahlung leisten. Für Arzneimittel aus alten Rabattverträgen kann die gesetzliche Zuzahlung auch weiterhin anfallen.
Weitere Informationen zu den neuen Rabattverträgen finden Sie hier. Eine Liste aller neuen zuzahlungsfreien Präparate finden Sie auf der Homepage des BKK Gemeinschaftsunternehmens "spectrumK".
Oder fordern Sie unseren Flyer zum Thema "Rabattierte Arzneimittel – Ihr Vorteil" an: per E-Mail oder über unser Servicetelefon unter 0800 0 255 255 (kostenlos).
22.02.2010
Satzungsänderungen
Das Bundesversicherungsamt (BVA) hat mit Bescheid vom 18.02.2010 den 23. Satzungsnachtrag der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER (Krankenversicherung) vom 14.12.2009 (Ziffern 1 bis 3 und 7) genehmigt. Die Ziffern 4 bis 6 und 8 wurden durch Bescheid des BVA vom 12.01.2010 und mit der Bekanntmachung vom 13.01.2010 öffentlich bekannt gegeben. Die Satzung tritt nach den Vorgaben des Bescheides in Kraft.
Zu folgenden Punkten wurden Satzungsänderungen- und Ergänzungen vorgenommen:
Verwaltungsrat (§ 2 Abs. II)
Die nächsten Sozialwahlen finden am 01.06.2011 statt. Der Verwaltungsrat hat den Beschluss gefasst, dass dem Verwaltungsrat ab Beginn der 11. Wahlperiode je sechs Arbeitnehmer- und sechs Arbeitgebervertreter angehören werden.
Verwaltungsrat (§ 2 Abs. III)
Vorstand (§ 3 Abs. III Nr. 5)
Durch die Änderung des § 31 SVHV (Verordnung über das Haushaltswesen in der Sozialvericherung) durch Artikel 19 des Gesetzes zur Änderung des Vierten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze mit Wirkung zum 01.01.2008, ist die Jahresrechnung durch einen vom Verwaltungsrat (bisher Vorstand) zu bestellenden sachverständigen Prüfer zu prüfen. Die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER hat mit dem 16. Satzungsnachtrag vom 31.03.2008 diese Regelung umgesetzt. Die BKK Mustersatzung wurde auch hinsichtlich der Prüfungen nach § 274 SGB V angepasst, um Doppelprüfungen zu vermeiden. Mit dieser Regelung passt die BKK ihre Satzung in den §§ 2 und 3 die der Mustersatzung des BKK Bundesverbandes an.
Bekanntmachungen (§ 19)
§ 19 Satz 1 der Satzung wird redaktionell angepasst. Bisher verwies die BKK auf ihre Internetadresse „www.bkkgilsei.de“. Der Internetlink verweist nach wie vor auf die offizielle Seite der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER, jedoch wurde die Internetadresse auf „www.bkkgs.de“ angepasst.
Hier können Sie die Bekanntmachung vom 22. Februar 2010 sowie die Satzung der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER in der Fassung vom 22. Februar 2010 als PDF herunterladen.
11.02.2010
Bekanntgabe Sozialversicherungswahlen 2011
Für die am 1 Juni 2011 stattfindenden Sozialversicherungswahlen hat der Verwaltungsrat der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER mit Wirkung zum 1. Februar 2010 Personen für den Wahlausschuss bestellt.
Diese sind der beigefügten Bekanntmachung zu entnehmen.
04.02.2010
Satzungsänderungen
Das Bundesversicherungsamt (BVA) hat den 3. Satzungsnachtrag der Pflegekasse der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER genehmigt.
Der BKK Bundesverband hat die Mustersatzung der bundesunmittelbaren BKK Pflegekassen angepasst. Die Mustersatzung enthält die der Selbstverwaltung vom Gesetz eingeräumten Gestaltungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung des Gesetzes zur Stärkung des Wettbewerbs in der GKV (GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz – GKV-WSG) und des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes 2008.
Die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER hat auf dieser Grundlage ihre Satzung angepasst.
Hier können Sie die Bekanntmachung vom 4. Februar 2010 sowie die Satzung der Pflegekasse der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER in der Fassung vom 15. Januar 2010 als PDF herunterladen.
Januar 2010
27.01.2010
BKK-Pflegedatenbank
PAULA® hilft bei Suche nach passendem Pflegeangebot
Für Besucher der Internetpräsenz der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER steht ab sofort die Pflegedatenbank PAULA® bereit. Hier können Pflegebedürftige und deren Angehörige bundesweit schnell und einfach ein passendes Pflegeangebot suchen und finden.
Dabei kann nach der Pflegeart, dem Ort, der Postleitzahl oder im Umkreis eines Ortes gesucht werden. Als Suchergebnis liefert die Datenbank eine Übersicht von Adresslisten der verschiedenen Einrichtungen und im Einzelfall auch Angaben zu besonderen Versorgungsangeboten.
Und: Zum ersten Mal bietet eine Pflegedatenbank bundesweit einen Preisvergleich für ambulante Pflegedienste an. So liegt mit dem Suchergebnis für jeden Pflegedienst auch eine komplette Preisliste vor. Für die stationären Pflegeeinrichtungen erhält der Nutzer je nach Pflegestufe eine Preisauskunft über das monatliche Heimentgelt, über den Anteil der Pflegekassen und den Anteil des Versicherten.
Darüber hinaus sind die Transparenzberichte hinterlegt, in denen die Leistungen und die Qualität der Pflegeeinrichtungen bewertet werden.
Die Pflegedatenbank Paula ist ein Angebot des BKK Bundesverbands (GbR) und beinhaltet Informationen zu mehr als 35.000 Pflegeheimen, ambulanten Pflegediensten, speziellen Betreuungsangeboten für demenzkranke und behinderte Menschen und Hospizen.
Weitere Informationen zur Pflegedatenbank finden Sie hier.
18.01.2010
Kosten für Arzneimittel weiter angestiegen - Versicherte sparen durch Zuzahlungsbefreiung
Die GKV-Kosten für Arzneimittel sind auch in den ersten drei Quartalen 2009 wieder deutlich angestiegen. Im gesamten Jahr 2008 zahlte die Versichertengemeinschaft 29,1 Mrd. Euro für Medikamente (ohne Zuzahlungen und Impfkosten). Im Verordnungsverhalten der Ärzte sind deutliche Unterschiede nach Bundesländern erkennbar. Immer mehr Arzneimittel sind aufgrund von Festbetragsregelungen oder Rabattverträgen von der gesetzlichen Zuzahlung befreit. Hiervon profitierten 24 Mio. Versicherte und sparten so bisher rund 680 Mio. Euro.
Anstieg der Arzneimittelkosten weiterhin ungebremst
In den ersten drei Quartalen 2009 sind die Arzneimittelkosten gegenüber dem Vergleichszeitraum 2008 erneut um 5,2 Prozent angestiegen. Die Ausgaben waren mit 23,9 Mrd. Euro rund 2 Mrd. höher als für das gesamte Jahr 2004. Durch das GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) waren die Arzneimittelausgaben 2004 auf unter 22 Mrd. Euro und damit auf den Stand vor 2001 zurückgegangen. Allerdings ist der Anstieg seitdem ungebremst, weder das Arzneimittelverordnungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG), noch das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG) konnten daran etwas ändern. 2008 lagen die Ausgaben insgesamt bei über 29 Mrd. Euro, das waren 415 Euro je Versicherten.
Mehr als 11.500 Arzneimittel ohne Zuzahlung
Für Versicherte der Gesetzlichen Krankenversicherung sind rund 11.500 Arzneimittel in 174 Wirkstoffgruppen zuzahlungsfrei. Damit hat sich die Zahl der befreiten Medikamente seit Einführung der Regelung im Juli 2006 mehr als verfünffacht. Seit 1989 gibt es für ausgewählte Arzneimittelgruppen sog. Festbeträge, d.h. Höchstbeträge für die Erstattung von Arzneimittelpreisen durch die gesetzlichen Krankenkassen. Damit Patienten in den Genuss eines zu¬zahlungsfreien Medikaments kommen, müssen die Hersteller die Preise mindestend 30 Prozent unter den Festbetrag senken. In der ersten Jahreshälfte 2008 wurden die Festbeträge an die geänderte Marktsituation angepasst. In der Folge lagen einige Hersteller zum 1. Juli 2008 mit ihren Preisen über der Befreiungsgrenze und die Menge der zuzahlungsfreien Medikamente ging bis zur erneuten Preissenkung zurück.
Versicherte sparen 680 Mio. Euro
Seit Einführung der Zuzahlungsbefreiung im Jahr 2006 haben bis Juli 2009 24 Mio. Versicherte davon profitiert und insgesamt 680 Mio. Euro gespart. Für mehr als ein Drittel aller Medikamentenpackungen mit Festbetrag müssen Patienten keine gesetzliche Zuzahlung leisten. Auch die gesetzlichen Krankenkassen konnten dadurch um 490 Mio. Euro entlastet werden. Die Krankenkassen können für Arzneimittel mit dem Hersteller auch spezielle Rabattverträge aushandeln. Neben den zu gewährenden Rabatten können in den Verträgen auch Zuzahlungsbefreiungen für die rabattierten Produkte festgelegt werden.
Ein Drittel weniger Zuzahlung durch Versicherte
2008 betrug die durchschnittliche Zuzahlung pro Arzneimittelpackung 2,30 Euro. Im Jahr 2004 lag dieser Wert noch bei 3,40 Euro, d.h., Versicherte mussten im Durchschnitt ein Drittel weniger Zuzahlungen bei verordneten Medikamenten leisten als noch vier Jahre zuvor. Grundsätzlich beträgt die Zuzahlung zehn Prozent der Kosten für das Medikament, mindestens jedoch fünf, höchstens zehn Euro.
Quelle: BKK Bundesverband
13.01.2010
Bekanntmachung
Die Satzung der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER hat sich geändert.
Die Änderungen bzw. Ergänzungen beziehen sich auf:
Leistungen (§ 12 Abs. IV und V der Satzung)
§ 12 Abs. IV wird gestrichen und der bisherige Absatz V als Absatz IV neu eingeordnet. Durch das Gesetz zur Änderung arzneimittelrechtlicher und anderer Vorschriften wird die Finanzierung stationärer Hospizleistungen neu geregelt. Die bisherige Finanzierungsregelung, wonach die Krankenkassen die Höhe des Zuschusses in der Satzung festzulegen hatten, entfällt. Die Neuregelungen des § 39a SGB V traten am 23.07.2009 in Kraft, d. h. zu diesem Zeitpunkt entfällt die satzungsmäßige Festlegung des Zuschusses. In Abstimmung mit dem Bundesversicherungsamt (BVA) wurde die BKK-Mustersatzung angepasst.
Wahltarif Krankengeld (§ 14 Abs. V Nr. 3 Punkt 2 der Satzung)
Eine Änderung des § 14 Abs. V Nr. 3 Punkt 2 ist aufgrund eines Hinweises durch das BVA vorzunehmen. Der aktuelle Satzungstext aus der BKK-Mustersatzung bezieht sich nicht nur auf Versicherte nach dem Künstlersozialgesetz (KVSG), sondern auch auf Selbstständige, die eine Wahlerklärung abgegeben haben. In Absprache mit dem BKK Bundesverband und dem BVA bezieht sich die Anpassung konkret auf die Versicherten nach dem KVSG. Die Regelungen treten rückwirkend zum 01.08.2009 in Kraft.
Aufbringung der Umlage, Höhe, Nachweis und Fälligkeit (§ 7 II Nr. 2 der Anlage zu § 10 d der Satzung)
Der Umlagesatz U2 (Ausgleich für Arbeitgeberaufwendungen aus Anlass der Mutterschaft) der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER ist zum 01.01.2010 auf 0,28 v.H. anzuheben.
Die Satzung in der Fassung vom 13. Januar 2010 können Sie hier als PDF herunterladen.
08.01.2010
Aktuelle Informationen zur Neuen Grippe A/H1N1 ("Schweinegrippe")
Die Impfung gegen die Neue Influenza ("Schweinegrippe") ist nach wie vor wichtig, da auch nach Überschreiten des Scheitelpunkts einer Welle noch viele Fälle auftreten.
Frühere Influenzapandemien sind auch oft in mehreren Wellen aufgetreten. Die Ständige Impfkommission hat die Impfempfehlung inzwischen erweitert und empfiehlt in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit der Impfstoffe in zeitlicher Reihenfolge die Impfung aller Indikationsgruppen. Für alle Personen reicht eine einzige Impfung:
(siehe: Epidemiologisches Bulletin 50/2009 sowie FAQs zur Impfung).
Die Situation der Influenza-Aktivität wird im Influenza-Wochenbericht umfassend erläutert. Die aktuelle Strategie dient der Folgenminderung in der derzeitigen pandemischen Erkrankungswelle:
Arbeitsgemeinschaft Influenza mit Influenza-Wochenbericht.
Eine frühzeitige Einleitung der Therapie ist bei einer ausgeprägten klinischen Symptomatik oder einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf (z.B. chronische Grundkrankheiten der Atemwege, Schwangere) wichtig. Erkrankte ohne deutliche klinische Symptomatik und ohne bekannte individuelle Risikofaktoren, die wenig beeinträchtigt sind, sollten nur bei klinischer Verschlechterung einen Arzt aufsuchen:
(siehe: Dokumente für Ärzte).
Die bisher aus anderen Staaten und Deutschland berichteten Resistenzen gegen Oseltamivir stellen sporadische Fälle oder (seltene) begrenzte Übertragungen dar. An den Empfehlungen zum Einsatz von Neuraminidasehemmern ändert sich durch diese Befunde nichts.
Aktuell sinkt der Anteil der Influenza-Infizierten unter den Patienten mit grippalem Infekt ab. Dadurch wird der prädiktive Wert der alleinigen klinischen Diagnose geringer. Dies rechtfertigt in besondern Fällen eine Labordiagnostik.
Quelle: Robert-Koch-Institut, Stand 07. Januar 2010
Dezember 2009
21.12.2009
Änderung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes zum 1. Januar 2010
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informiert Schwangere über das Leben mit einem behinderten Kind
Am 1. Januar 2010 tritt eine neue Fassung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes (SchKG) in Kraft. Demnach müssen Ärztinnen und Ärzte Schwangere mit auffälligem Befund nach Pränataldiagnostik über das Leben mit einem geistig oder körperlich behinderten Kind und das Leben von Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung informieren. Hierzu hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) eine Handreichung für Schwangere erstellt, die sie bei ihrem behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin erhalten.
Ein auffälliger Befund ist für viele werdende Eltern zunächst ein Schock, der Unsicherheit und Sorge auslöst. Die Handreichung will den Eltern helfen, mit der Diagnose umzugehen und informiert unter anderem darüber, wo sie in dieser schweren Situation konkrete Hilfe erhalten können. So weist die BZgA etwa darauf hin, dass jede Frau und jeder Mann das Recht auf eine psychosoziale Beratung hat. Darüber hinaus können die Eltern den Informationsmaterialien Kontaktadressen von Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen sowie Behindertenverbänden und Verbänden von Eltern behinderter Kinder entnehmen.
Die BZgA sendet ab sofort jeweils drei Exemplare der neuen Handreichung "Informationsmaterial für Schwangere nach einem auffälligen Befund in der Pränataldiagnostik" an alle gynäkologischen Fachkräfte. Weitere Exemplare können kostenlos unter folgender Adresse bestellt werden: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, Fax: 0221-8992257, E-mail: order@bzga.de. Außerdem steht das Informationsmaterial zum Download unter www.bzga.de in der Rubrik "Infomaterialien" unter dem Stichwort "Familienplanung".
Ausführliche Informationen zum Schwangerschaftskonfliktgesetz stehen auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter www.bmfsfj.de.
18.12.2009
Einfach. Gut. Unsere Bilanz in Sachen Bonusprogramm.
Fast 2,4 Millionen Euro: Diese enorme Summe schüttet die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER im Rahmen ihres Bonusprogramms an ihre Versicherten 2009 aus.
Bis heute haben sich rund 14.200 Versicherte für ihr gesundheitsbewusstes Verhalten belohnen lassen. Mit weiteren 25.000 rechnet die BKK noch bis zum 31. März 2010. Und die Nachfrage nach dem Bonusprogramm ist ungebrochen: 40.000 Bonushefte wurden bisher für das kommende Jahr verschickt.
Gesundheitsvorsorge lohnt sich für Versicherte der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER gleich doppelt: Sie steigern ihre Lebensqualität und sammeln gleichzeitig Punkte, die sie in eine hochwertige Sachprämie oder bares Geld einlösen können. Und auch die Kleinen kommen bei der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER ganz groß raus: Unsere 6 bis 14-jährigen Jäger und Sammler können ganz allein punkten: Wenn sie regelmäßig an den Kinder- und Jugenduntersuchungen teilnehmen, regelmäßig zum Zahnarzt gehen, Mitglied in einem Sportverein sind oder, oder, oder.
Möchten auch Sie Einfach. Gut. Sparen? Dann bestellen Sie Ihr persönliches Bonusheft unter der kostenlosen Rufnummer 0800 0 255 255.
15.12.2009
Einfach. Gut. Für Sie und Ihren Geldbeutel.
Die Extra-Tarife der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER
Unsere Extras bieten je nach Tarif verschiedene Vorteile. Sie reichen von zusätzlichen Leistungen und höheren Zuschüssen bei Vorsorgeuntersuchungen oder anderen medizinischen Behandlungen – wie zum Beispiel beim Extra Zahnarzt-Bonus – bis zu der Möglichkeit, mit Erstattungen oder Prämien bares Geld zu sparen.
Die Prämienzahlungen der Krankenkassen an ihre Mitglieder sind vom Gesetzgeber begrenzt. Das heißt, jeder Versicherte darf pro Jahr maximal 20 % seines Jahresbeitrags und höchstens 600 Euro erhalten.
Allein mit dem Extra-Tarif "Beitragsrückgewähr" der BKK GILDEMEISTER SEIDENTICKER können Sie die maximale Prämie von 600 Euro jährlich fast komplett ausschöpfen – ohne höhere Beiträge. Und das geht so: Wenn Sie ein Jahr lang – abgesehen von Vorsorgeuntersuchungen - keine ärztlichen Leistungen in Anspruch nehmen, bekommen Sie von uns einen ganzen Monatsbeitrag zurück.
Die Prämie wird im Folgejahr ausgezahlt. Das Besondere daran: Es werden sowohl der Arbeitnehmer- als auch der Arbeitgeberanteil erstattet. Die Höhe der Prämie ist also vom Einkommen des Hauptversicherten abhängig. Im Jahr 2009 konnten das bei einem monatlichen Bruttolohn von 3.675 Euro bis zu 558 Euro sein. Auch für 2010 können Sie mit einer Prämie in vergleichbarer Höhe rechnen (abhängig vom Einheitsbeitrag bzw. der Beitragsbemessungsgrenze).
Zu den Leistungen, die Sie und Ihre mitversicherten Familienangehörigen in Anspruch nehmen können und die keinen Einfluss auf die Prämie haben, zählen: Vorsorge- und Gesundheitsuntersuchungen, Schutzimpfungen und Leistungen, die während einer Schwangerschaft notwendig sind sowie alle Arztbesuche von mitversicherten Kindern unter 18 Jahren.
Nehmen Sie Leistungen in Anspruch, die über die genannten Leistungen hinausgehen, verfällt der Anspruch auf die Prämie für dieses Jahr. Aber: Dadurch entstehen keine zusätzlichen Kosten und die Chance auf die Prämie besteht jedes Jahr aufs Neue.
Diesen Tarif kann jeder wählen, der seit mindestens drei Monaten Mitglied der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER ist und selbst Beiträge zahlt. Gleichzeitig entscheiden Sie sich damit dafür, drei Jahre an dem Extra "Beitragsrückgewähr" teilzunehmen und Mitglied der BKK zu bleiben.
Bei der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER können Sie insgesamt zwischen sieben Extra-Tarifen wählen. Neben dem Tarif "Beitragsrückgewähr" bieten wir Ihnen auch den "Selbstbehalt mit Prämienzahlung", das "Hausarztmodell", den "Zahnarzt-Bonus" und "BKK Arzt privat" an. Darüber hinaus gibt es zwei ganz spezielle Tarife für bestimmte Personengruppen: "BKK MedPlus", die strukturierten Behandlungsprogramme für chronisch Kranke, und das "Extra Krankengeld" für Personen ohne Anspruch auf Entgeltfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit, wie Selbstständige, unständig oder kurzzeitig Beschäftigte.
Fazit: Mit vielen Extra-Tarifen der BKK GILDEMEISTER SEIDENSSTICKER können Sie mit Zuschüssen, Erstattungen oder Prämien bares Geld sparen und kommen gleichzeitig in den Genuss zusätzlicher Leistungen. Und: Unsere Extra-Tarife lassen sich miteinander kombinieren.
Unsere neue Broschüre "Einfach. Gut. Unsere Extra-Tarife" informiert über die verschiedenen Tarife und deren Kombinationsmöglichkeiten. Bestellen Sie sie am Besten gleich. Kostenlos unter: 0800 0 255 255 oder online über unsere Broschürenbestellung.
09.12.2009
EU warnt vor gefälschten Pillen
Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihre BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER
Nach Erkenntnissen der EU-Kommission in Brüssel sind immer mehr gefälschte Arzneimittel im Umlauf. So habe die Europäische Union bei gezielten Zollkontrollen in allen Mitgliedsländern innerhalb von nur zwei Monaten allein 34 Millionen gefälschte Tabletten sichergestellt.
„Die Zahl der gefälschten Arzneimittel in Europa, die beim Patienten landen, steigt immer mehr. Die EU-Kommission ist darüber äußerst besorgt“, sagte EU-Industriekommissar Günter Verheugen der Zeitung „Die Welt“.
Dabei handele es sich vor allem um gefälschte Antibiotika, Krebs- und Malariamedikamente, cholesterinsenkende Arzneien sowie um Schmerzmittel und Viagra.
Medikamentenfälschung sei ein Kapitalverbrechen, das mit aller Härte bestraft werden müsse: „Jede Fälschung von Medikamenten ist ein versuchter Massenmord. Selbst wenn ein Medikament nur unwirksame Stoffe enthält, kann es dazu führen, dass Menschen daran sterben, weil sie glauben, ihre Krankheit mit einem wirksamen Mittel zu behandeln“, so Verheugen.
Verheugen rechne damit, dass sich die EU im Kampf gegen Arzneimittelfälschungen im kommenden Jahr darauf einigen werde, dass der Weg einer Arznei von der Herstellung bis zum Verkauf minutiös zurückverfolgt werden kann. Dazu sind Sicherheitszeichen auf den Medikamentenpackungen - darunter ein Barcode und ein Siegel - geplant, um Manipulationen der Medikamente zu verhindern.
Sie sind Mitglied der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER und haben Fragen zum Thema Arzneimittelfälschungen oder möchten mehr über Ihr Medikament wissen? Fachleute am Gesundheitstelefon Ihrer BKK beantworten Ihre Fragen diskret und kompetent. Rund um die Uhr. Unter der Telefonnummer 01805 609060 (für 14 Cent/Minute aus dem Festnetz der T-Com).
07.12.2009
Neue Influenza: Ständige Impfkommission aktualisiert Impfempfehlungen
Die Impfung gegen die Neue Influenza („Schweinegrippe“) ist nach wie vor wichtig, da die momentane Welle noch andauert und davon auszugehen ist, dass nach Erreichen des Scheitelpunkts einer Welle in der Regel mindestens noch einmal so viele Fälle auftreten wie vor Erreichen des Scheitelpunktes. Außerdem kann die weitere Entwicklung der Grippeaktivität im Winter nicht vorausgesehen werden, frühere Influenzapandemien sind oft in mehreren Wellen aufgetreten. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat jetzt ihre Empfehlungen zur Schutzimpfung gegen die Neue Influenza erweitert.
Anfang Oktober war zunächst die Impfung für Medizinpersonal, chronisch Kranke und Schwangere empfohlen worden (Indikationsgruppen 1 bis 3). Nun wird empfohlen, in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit der Impfstoffe stufenweise die Impfung aller Indikationsgruppen durchzuführen. Dabei sollen zunächst Haushaltskontaktpersonen ungeimpfter Risikopersonen (zum Beispiel Eltern von Kindern unter sechs Monaten, die nicht geimpft werden können, oder Haushaltskontakte von ungeimpften chronisch Kranken) sowie Kinder und junge Erwachsene im Alter bis 24 Jahre ohne Grundkrankheit (Gruppe 5) eine Impfung erhalten. Im weiteren Verlauf sollen dann Personen im Alter von 25 bis 59 Jahren (Gruppe 6) und schließlich Personen ab 60 Jahre (Gruppe 7) geimpft werden.
Die STIKO betont, dass es weiterhin fachlich angemessen ist, in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit der Impfstoffe in zeitlicher Reihenfolge vorrangig die Indikationsgruppen 1-3 zu impfen. Bei rund drei Viertel der in Deutschland im Zusammenhang mit der Neuen Influenza verstorbenen Menschen gibt es Hinweise auf eine Grundkrankheit. Die aktuellen Daten unterstreichen jedoch auch ein erhöhtes Risiko von jungen Kindern und von Jugendlichen, sowohl an der Neuen Influenza A (H1N1) zu erkranken als auch schwere Krankheitsverläufe zu entwickeln.
Beim Paul-Ehrlich-Institut (PEI) liegen, wie in anderen Staaten auch, keine Hinweise für vermehrte schwere unerwünschte Wirkungen nach einer Impfung vor, Berichte dazu siehe www.pei.de/schweinegrippe. Aber wie vor anderen Impfungen sollte auch bei der neuen Influenza-Impfung grundsätzlich eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung vorgenommen werden. Die Organisation der Impfung ist Aufgabe der Länder.
Ergänzend zur STIKO-Empfehlung haben das PEI und das RKI mitgeteilt, dass nach derzeitigem Stand eine einmalige Impfung in allen Altersgruppen ausreicht.
Auf der Südhalbkugel, wo der Winter inzwischen vorbei ist, war die Zahl der Todesfälle durch das neue Virus auf die Bevölkerung bezogen (Mortalität) geringer als in einer saisonalen Welle. Da aber die Todesfälle vor allem in den jüngeren Altersgruppen auftraten (anders als in saisonalen Grippewellen), hält es das Europäische Zentrum für Krankheitskontrolle und Prävention (ECDC) für möglich, dass die Zahl der verlorenen Lebensjahre durch die neue Grippe höher sein könnte als in saisonalen Wellen.
Zur Verringerung des Infektionsrisikos sollten unverändert auch die persönlichen Hygienemaßnahmen - z.B. häufiges Händewaschen - beitragen, vor allem bei vielen Kontakten zu anderen (weitere Informationen siehe: www.wir-gegen-viren.de).
Die STIKO erinnert auch an die Impfung gegen die saisonale Influenza, die den bekannten Risikogruppen weiterhin empfohlen wird: chronisch Kranke und Personen über 60 sowie medizinisches Personal und Menschen mit viel Kontakt zu anderen.
Weitere Informationen: www.rki.de/influenza und www.rki.de/impfen
Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts (Erscheinungsdatum: 3. Dezember 2009)
04.12.2009
Mehr Geld für Pflegebedürftige
Am 1. Juli 2008 trat das so genannte Pflege-Weiterentwicklungsgesetz in Kraft. Es sollte vor allem dazu führen, dass die Pflegeversicherung noch besser auf die Bedürfnisse und Wünsche von Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen ausgerichtet wird.
Ihre BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER ist nicht nur für Ihre Krankenversicherung, sondern auch für die Durchführung der Pflegeversicherung zuständig. Alle pflichtversicherten und freiwillig versicherten Mitglieder sind "automatisch" Mitglied in der BKK Pflegeversicherung. Ihre familienversicherten Angehörigen sind – genau wie bei der Krankenversicherung – auch in der Pflegeversicherung beitragsfrei familienversichert.
Pflegebedürftige können sich entweder für die Pflege-Sachleistungen (damit sind Pflegeeinsätze, die von der Pflegekasse im Rahmen bestimmter Höchstgrenzen direkt bezahlt werden, gemeint) entscheiden oder ob sie Geldleistungen (das sog. Pflegegeld, das den Pflegebedürftigen von der Pflegekasse ausgezahlt wird) in Anspruch nehmen möchten.
Das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz sieht eine stufenweise Erhöhung der Leistungshöchstgrenzen ab 1. Januar 2010 bzw. ab 1. Januar 2012 in der häuslichen, teil- und vollstationären Pflege vor.
Ab 1. Januar 2010 erhöhen sich die Ihnen zustehenden Leistungsbeträge wie folgt:
Häusliche Pflege bzw. Tages- und Nachtpflege
| |
Pflegesachleistung |
Pflegegeld |
| Pflegestufe 1 |
440 € |
225 € |
| Pflegestufe 2 |
1.040 € |
430 € |
| Pflegestufe 3 |
1.510 € |
685 € |
| Pflegestufe 3+ (Härtefall) |
1.918 € |
nicht möglich |
Verhinderungspflege/Kurzzeitpflege
Hier erhöht sich der Höchstbetrag auf 1.510 € im Kalenderjahr.
Vollstationäre Pflege in Heimen
Die Leistungsbeträge verändern sich nur in Pflegestufe 3 und 3+ monatlich.
| Pflegestufe 1 |
1.023 € |
| Pflegestufe 2 |
1.279 € |
| Pflegestufe 3 |
1.510 € |
| Pflegestufe 3+ (Härtefall) |
1.825 € |
Sie möchten mehr Informationen zum Thema Pflege und Pflegeversicherung? Dann rufen Sie uns einfach an. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800 0 255 255 sind wir gern für Sie da.
November 2009
10.11.2009
Die elektronische Gesundheitskarte: Kommt sie oder kommt sie nicht?
Vor der Bundestagswahl haben wir diese Frage noch so beantwortet: Ja, sie kommt. Zwar hatte sich ihr Start immer wieder verzögert (wir berichteten), doch noch im Wahlmonat September hieß es: Demnächst ist es (endlich) so weit. Und heute? Nichts Genaues weiß man nicht, lautet die Antwort.
Wir erinnern uns: Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) sollte die in die Jahre gekommene Kranken-versicherungskarte ablösen. Rein äußerlich sollte sich die eGK von ihrer Vorgängerin u. a. darin unterscheiden, dass auf der Vorderseite der Karte Ihr Foto abgebildet wird. Viele von Ihnen haben uns bei den Vorbereitungen kräftig unterstützt und uns ein Passbild zugeschickt. Und nun? Nun heißt es im Koalitionspapier, dass CDU, FDP und CSU zunächst eine umfassende Bestandsaufnahme vornehmen werden. Man wolle das Geschäftsmodell und die Organisationsstrukturen der Betreibergesellschaft prüfen und erst danach entscheiden, wie es mit der elektronischen Gesundheitskarte weitergeht. In die Entscheidung sollen auch die in den Testregionen gemachten Erfahrungen mit einfließen.
Im Klartext bedeutet dies, dass sich die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte weiter verzögert. Nicht auszuschließen ist, dass die eGK bundesweit überhaupt nicht eingesetzt wird. Und dennoch wird sich Ihre BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER weiter intensiv mit der Thematik beschäftigen. Denn: Sollte die Karte doch eingeführt werden, sollen Sie – unsere Versicherten - zu den Ersten gehören, die mit dem neuesten Stand der Technik ausgerüstet sind. Eben: Einfach. Gut. Für Alle.
09.11.2009
Impfung gegen die Neue Grippe (Schweinegrippe)
Am 26. Oktober hat in Deutschland die Impfaktion gegen die Neue Grippe begonnen.
Zunächst allerdings nur für medizinisches Personal, Beschäftigte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen sowie chronisch Kranke und Schwangere.
Dabei organisiert jedes Bundesland die Impfung selbst. Wann und wo auch Sie sich impfen lassen können, erfahren Sie bei beim zuständigen Gesundheitsamt oder Ihrem Hausarzt. Informationen zum Ablauf der Impfung in Ihrem Bundesland erhalten Sie auch beim Bundesministerium für Gesundheit.
Für einen Arztbesuch, bei dem Sie sich gegen die Schweinegrippe impfen lassen, fällt keine Praxisgebühr an.
(Quelle: Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein)
Oktober 2009
30.10.2009
Neue Koalition plant umfangreiche Änderungen im Gesundheitswesen
BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER begrüßt geplante Rückkehr zur Beitragsautonomie
Knapp vier Wochen nach der Bundestagswahl steht der Koalitionsvertrag zwischen Union und FDP und damit auch die Pläne der neuen Regierung zum langfristigen Umbau des Finanzierungssystems der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der Pflegeversicherung.
Die geplanten Änderungen sehen unter anderem eine Rückkehr zur Beitragsautonomie der gesetzlichen Krankenkassen, die Einführung eines einkommensunabhängigen Beitrags für Arbeitnehmer sowie feste Arbeitgeberbeiträge vor. Auch die Beiträge zur Pflegeversicherung verändern sich: Der prozentuale Beitrag soll in Zukunft durch einen pauschalen Beitrag ergänzt werden.
Für 2010 sollen zunächst noch die von der Vorgängerregierung beschlossenen Regelungen beibehalten werden - so auch der im Rahmen des Gesundheitsfonds eingeführte einheitliche Beitragssatz von 14,9 %. Die von der Union und FDP geplanten Änderungen treten frühestens 2011 in Kraft.
In der Zwischenzeit wird eine Regierungskommission ins Leben gerufen, deren Aufgabe es sein wird, ein umfassendes und tragfähiges Konzept für die geplanten Änderungen auf den Weg zu bringen. Es bleibt abzuwarten, welche Ergebnisse letztlich erzielt und umgesetzt werden.
Die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER befürwortet vor allem die beabsichtigte grundlegende Überarbeitung des Gesundheitsfonds und die geplante Rückkehr zur Beitragsautonomie.
Sie wird das Verfahren beobachten und ihre Versicherten regelmäßig über Neuerungen informieren.
Weitere Informationen zum Thema auch unter: www.gesundheitsstrukturreform.de
(Quelle: www.krankenkassen-direkt.de)
23.10.2009
BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER unterstützt Aktion Deutschland gegen Darmkrebs - 50.000 Stimmen retten Menschenleben
50.000 Unterzeichner benötigt die gemeinsame Petition der Felix Burda Stiftung und der Stiftung LebensBlicke, um der Darmkrebsvorsorge im Deutschen Bundestag Gehör zu verschaffen. Die Forderung: Wie für die Brustkrebsfrüherkennung sollen Anspruchsberechtigte auch für die Untersuchung zur Darmkrebsfrüherkennung mit einem persönlichen Anschreiben eingeladen werden. Auf diese Weise ließen sich pro Jahr einige tausend Todesfälle von Darmkrebs vermeiden.
Darmkrebs ist mit jährlich rund 27.000 Todesfällen die zweittödlichste Krebserkrankung bei beiden Geschlechtern in Deutschland. Das müsste nicht sein! „Wenn alle Menschen direkt angesprochen und über das von den Krankenkassen angebotene Vorsorgeprogramm für Darmkrebs informiert werden, nehmen mehr Menschen daran teil und weniger Menschen sterben an einem zu spät erkannten Darmkrebs“, erklären die beiden Initiatoren der Petition, Felix Burda Stiftungs-Vorstand Dr. Christa Maar und Stiftung LebensBlicke-Vorstand Prof. Jürgen Riemann.
Die effektivste Methode, um anspruchsberechtigte Bürgerinnen und Bürger über das Programm zu informieren, ist das sogenannte Einladungsverfahren. Dabei erhält jeder ab dem Alter von 50 Jahren ein persönliches Anschreiben mit der Einladung, sich an der Darmkrebsfrüherkennung zu beteiligen.
Um die gesetzliche Darmkrebsfrüherkennung um die wichtige Maßnahme des bundesweiten Einladungsverfahrens zu ergänzen, hat die Felix Burda Stiftung gemeinsam mit der Stiftung LebensBlicke eine Bundestagspetition auf den Weg gebracht.
„Nun geht es darum, 50.000 Mitzeichner für diese Petition zu gewinnen“, so Maar weiter, „dafür benötigen wir jede Stimme! Der Petition online zuzustimmen ist ganz einfach. Sie rufen sie einfach unter https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=7638 auf und unterzeichnen.“
Beispiele, wie sich durch persönliche Ansprache und Einladung die Teilnahme an Darmkrebsfrüherkennung erhöhen lässt, sind aus zahlreichen europäischen Ländern bekannt. Die Europäische Kommission wird noch im Verlauf dieses Jahres eine Europäische Leitlinie für die Prävention von Darmkrebs veröffentlichen, in der den Mitgliedsländern empfohlen wird, nationale Programme zur Darmkrebsfrüherkennung mit einem Einladungsverfahren zu verbinden. Als einziges Bundesland hat bisher in Deutschland das Saarland ein solches Verfahren eingeführt, mit beachtlichem Erfolg. Das saarländische Gesundheitsministerium geht davon aus, dass sich die Anzahl der Menschen, die im Saarland eine Vorsorgedarmspiegelung in Anspruch genommen haben, im laufenden Jahr vervierfacht hat.
Hintergrund:
Einladungsverfahren: Nach dem Vorschlag der beiden gemeinnützigen Stiftungen, die sich beide seit Jahren engagiert für die Verbesserung der Darmkrebsvorsorge einsetzen, sollen analog dem Verfahren für die Brustkrebsfrüherkennung alle Personen ab dem Alter von 50 Jahren mit einem persönlichen Anschreiben zur Teilnahme an der Darmkrebsvorsorge eingeladen werden.
Teilnahme am Darmkrebsvorsorgeprogramm: Von Oktober 2002, dem Zeitpunkt der Einführung der Vorsorgedarmspiegelung als gesetzliche Leistung, bis heute haben ca. 4 Millionen Anspruchsberechtigte diese Untersuchung durchführen lassen. Für 2010 wird damit gerechnet, dass durch die Vorsorgedarmspiegelung 15.000 Neuerkrankungen vermieden wurden. Das klingt viel, reicht aber angesichts von ca. 20 Millionen Anspruchsberechtigten und einer gegenwärtigen Neuerkrankungsrate von jährlich 73.000 bei weitem nicht aus, um die Todesrate von Darmkrebs drastisch abzusenken. Wie das Beispiel Saarland zeigt, lässt sich die Teilnahmerate an der Vorsorgedarmspiegelung durch das Einladungsverfahren sehr deutlich erhöhen.
Petition:
„Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass für das Darmkrebs-Screening flächendeckend ein bevölkerungsbezogenes Einladungsverfahren eingeführt wird. Ab dem Alter von 50 Jahren sollten alle Bürger zu einem Beratungsgespräch und einer Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchung eingeladen werden. Personen mit familiär erhöhtem Risiko für diese Krebserkrankung sollten über risikoangepasste Maßnahmen beraten werden. Ziel ist es, die Häufigkeit und Sterblichkeit von Darmkrebs deutlich zu senken.“
Mitzeichnung der Petition:
Es werden 50.000 Unterschriften benötigt! Die von der Felix Burda Stiftung und der Stiftung LebensBlicke gestellte öffentliche Petition an den Deutschen Bundestag mit der Forderung eines bundesweiten Einladungsschreibens alle Anspruchsberechtigten steht seit dem 19.10.2009 für sechs Wochen auf der Internetseite https://epetitionen.bundestag.de und kann in diesem Zeitraum von beliebig vielen Menschen durch Angabe ihres Namens elektronisch „unterschrieben“ werden. Wird die Petition in den ersten drei Wochen von mindestens 50.000 Bundesbürgern unterzeichnet, haben die Antragsteller ein Anrecht darauf, in einer öffentlichen Sitzung des zuständigen Ausschusses angehört zu werden.
Mehr Infos zur Felix Burda Stiftung finden Sie unter www.felix-burda-stiftung.de.
Mehr Infos zur Stiftung LebensBlicke finden Sie unter www.lebensblicke.de.
23.10.2009
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung startet Schulaktion zum richtigen Hygieneverhalten
Überall dort, wo viele Menschen miteinander in engen Kontakt kommen, ist die Gefahr besonders groß, sich mit der Neuen Grippe ("Schweinegrippe") anzustecken. Deshalb hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) jetzt ein Medienpaket zum richtigen Hygieneverhalten speziell für Kinder und Jugendliche entwickelt. Einfache Hygienemaßnahmen wie z. B. regelmäßiges Händewaschen verringern das Infektionsrisiko deutlich.
Plakate, Aufkleber und Faltblätter sollen in Schulen über die richtige Händehygiene, richtiges Husten, Niesen und Naseputzen informieren. Die Materialien wurden in zwei unterschiedlichen Gestaltungslinien produziert, um eine altersgerechte Ansprache von Kindern und Jugendlichen in Grundschulen und weiterführenden Schulen der Sekundarstufe I zu gewährleisten. Sie können im Unterricht eingesetzt oder an verschiedenen Stellen im Schulgebäude, z.B. in den Waschräumen angebracht werden.
"Richtiges und regelmäßiges Händewaschen trägt zum Schutz vor Ansteckung nicht nur mit der Neuen Grippe, sondern auch mit anderen Infektionskrankheiten wie Erkältungen und Magen-Darm-Infekten bei", erklärt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. "Deshalb ist es wichtig, dass Schulen die Kinder und auch ihre Familien für das Thema Hygiene sensibilisieren."
Das BZgA-Medienpaket wird ab sofort an alle Grund- und weiterführenden Schulen der Sekundarstufe I versandt.
Das Medienpaket "schütz ich mich - schütz ich dich" bestehend aus
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DIN A2-Plakaten, für den Einsatz z.B. in Klassenräumen,
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Aufklebern für Spiegel, für die Verwendung in Toilettenräumen,
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Aufklebern für Innenseiten von Toilettentüren und über Urinalen sowie
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handlichen Faltblättern für Kinder und Jugendliche
steht unter http://www.bzga.de/:hygiene-an-schulen zur Ansicht bereit.
Schulen können es unter folgender Adresse kostenlos bestellen: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, Fax: 0221-8992257, e-mail: order@bzga.de.
15.10.2009
Was Sie über die Neue Grippe („Schweinegrippe“) wissen müssen
Neue Grippe: Was ist das?
Neue Grippe, auch Schweinegrippe oder Neue Influenza genannt, wird durch das pandemische Influenzavirus A (H1N1) ausgelöst. Es handelt sich dabei um eine neue Variante eines bekannten Grippeerregers. Das Virus überträgt sich sehr gut von Mensch zu Mensch. Die meisten Menschen haben noch keine spezifischen Abwehrkräfte gegen das neue Virus entwickelt. Weltweit stecken sich sehr viele Personen an und erkranken. Man spricht daher von einer Pandemie.
Wie gefährlich ist die Neue Grippe?
Bislang verläuft die Krankheit meist relativ mild, aber es gab in besonders betroffenen Ländern auch schon schwere Verläufe und Todesfälle. Mit steigenden Erkrankungszahlen erhöht sich auch in Deutschland die Wahrscheinlichkeit schwerer Verläufe. Außerdem könnte sich die krankmachende Wirkung des Virus durch Veränderungen im Erbgut verstärken.
Wie erkennt man die Neue Grippe?
Die Symptome der Neuen Grippe ähneln denen einer saisonalen Grippe, die in jedem Winter auch in Deutschland vorkommt: Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit, Appetitlosigkeit. Auch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall können auftreten.
Die Ansteckung erfolgt von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion. Das heißt, die Viren werden beim Niesen, Husten, Sprechen oder Küssen direkt übertragen. Virenhaltige Tröpfchen bleiben aber auch auf Oberflächen wie Türklinken und Ähnlichem haften und gelangen von dort über die Hände auf die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen.
Man geht davon aus, dass Erkrankte eine Woche lang Viren ausscheiden, das heißt andere anstecken können. Es wird angenommen, dass manche Personen, die an der Neuen Grippe erkrankt sind, bereits Viren ausscheiden, bevor Symptome auftreten.
Die Inkubationszeit ist die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit und beträgt im Allgemeinen ein bis zwei Tage, kann aber auch bis vier Tage dauern, ähnlich wie bei der saisonalen Influenza.
Wer gehört zu den Risikogruppen?
Das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufes ist vor allem bei Menschen mit chronischen Erkrankungen (z.B. Asthma, Diabetes mellitus usw.), Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sowie bei Schwangeren besonders hoch.
Was tun im Krankheitsfall?
Wenn Sie den Verdacht haben, an Neuer Grippe erkrankt zu sein, sollten Sie folgende Regeln beachten:
Bleiben Sie zu Hause, um möglichst keine anderen Menschen anzustecken. Das gilt besonders dann, wenn Sie in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindertagesstätten oder Schulen arbeiten oder schwer kranke oder immungeschwächte Menschen in Alten- und Pflegeheimen oder in Krankenhäusern betreuen.
Rufen Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin an und informieren Sie ihn/sie genau über Ihre Symptome. Vereinbaren Sie telefonisch das weitere Vorgehen.
Vermeiden Sie engen Kontakt mit anderen Menschen auf dem Weg in die Praxis.
Was können Sie tun, um sich und andere zu schützen?
Mit einigen einfachen Maßnahmen können Sie das Risiko einer Ansteckung verringern:
1. Hände mehrmals täglich waschen und vom Gesicht fernhalten.
2. Richtig niesen und husten, das heißt mit Abstand zu anderen Personen und in die Ellenbeuge oder in ein Einmaltaschentuch, nicht in die Hand.
3. Auf erste Krankheitszeichen achten.
4. Bei Krankheit zu Hause bleiben.
5. Sich Zeit nehmen und die Krankheit auskurieren.
6. Im Krankheitsfall auf Körperkontakt wie Küssen, Umarmen usw. verzichten.
7. Geschlossene Räume regelmäßig lüften, um die Zahl der Viren in der Luft zu verringern.
8. Oberflächen im Haushalt regelmäßig reinigen.
Ausführliche Informationen zu diesen Maßnahmen finden Sie unter www.wir-gegen-viren.de
Wie ist Deutschland auf die Neue Grippe vorbereitet?
Deutschland bereitet sich seit Jahren auf eine Influenzapandemie vor und hat entsprechende Pläne und Handlungsempfehlungen entwickelt. Eine Schutzmaßnahme für die Bevölkerung ist die Impfung gegen die Neue Grippe.
Bei einer Pandemie müssen die medizinische Versorgung und die öffentliche Sicherheit aufrechterhalten und es muss die Krankheitslast in der Bevölkerung gesenkt werden. Deshalb wird vor allem den Personen vorrangig eine Impfung angeboten werden, die ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben oder aus beruflichen Gründen engen Kontakt zu besonders gefährdeten Personen haben. Einzelheiten sind in den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission sowie der zuständigen Landesgesundheitsbehörden ausgeführt.
Mit der Impfung kann voraussichtlich im Oktober begonnen werden, dazu erfolgen öffentliche Aufrufe.
Zur Behandlung der Neuen Grippe stehen antivirale Arzneimittel zur Verfügung. Die Länder und die Bundesregierung haben einen Vorrat an antiviralen Arzneimitteln angelegt. Diese Medikamente sind verschreibungspflichtig und müssen ärztlich verordnet werden.
Was kann man tun bei weiterer Ausbreitung in Deutschland?
Wenn Sie allein leben oder für den Fall, dass Ihre gesamte Familie erkrankt, sorgen Sie schon jetzt dafür, dass Sie von Freunden oder Nachbarn unterstützt werden bzw. bieten Sie diesen ebenfalls Unterstützung an.
Um andere nicht anzustecken, ist es sinnvoll, seine sozialen Kontakte auf das Wesentliche zu reduzieren. Viele sind aber auf tägliche Unterstützung ihrer Mitmenschen angewiesen. Achten Sie schon jetzt darauf, wer in Ihrem Umfeld durch eine solche Vorsichtsmaßnahme in Schwierigkeiten kommen könnte und überlegen Sie sich, wie man hier helfen kann.
In einer Pandemie kann es sinnvoll sein, dass Schulschließungen angeordnet werden. Überlegen Sie schon jetzt, wie die Betreuung Ihrer Kinder in einem solchen Fall gewährleistet werden kann, ohne dass man auf eine Gruppenbetreuung zurückgreift.
Weitere Informationen
Die Ausbreitung und der Verlauf der Neuen Grippe werden in Deutschland intensiv beobachtet.
Die Bundesregierung informiert im Internet umfassend zur aktuellen Lage und zu allen wichtigen Fragen rund um individuelle Präventionsmöglichkeiten, Verhalten im Krankheitsfall, Reisen, Impfstoff und Impfung. Alle Informationsangebote im Überblick finden Sie unter: www.neuegrippe.bund.de
Das Bundesministerium für Gesundheit bietet darüber hinaus eine kostenlose Hotline an. Hier können Sie sich montags bis freitags zwischen 8 und 18 Uhr zur Neuen Grippe informieren: 030-346465100
Auskünfte zur Impfung geben die Gesundheitsämter vor Ort, viele Länder bieten auch eine zentrale Telefonhotline an:
Bayern 089-31560101
Hamburg 040-428373795
Niedersachsen 0511-4505555
Nordrhein-Westfalen 0180-3100210*
Rheinland-Pfalz 06131-165200
Saarland 0681-5013694
Sachsen-Anhalt 0391-5377111
Schleswig-Holstein 0431-1606666
Thüringen 0361-37743099
*Kostenpflichtig. 9c/min aus dem deutschen Festnetz,
abweichende Preise aus den Mobilfunknetzen möglich.
Herausgeber:
Bundesministerium für Gesundheit,
Referat Öffentlichkeitsarbeit
11055 Berlin
Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung (BZgA), Köln
¬
Robert Koch-Institut, Berlin.
06.10.2009
Satzungsänderungen
Das Bundesversicherungsamt (BVA) hat den 22. Satzungsnachtrag (Krankenversicherung) der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER in den letzten Tagen genehmigt.
Zu folgenden Punkten wurden Satzungsänderungen- und Ergänzungen vorgenommen:
Wahltarif Selbstbehalt (§ 14 Abs. I Nr. 3 der Satzung)
In der aktuellen Fassung der Satzung hat die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER bei dem Wahltarif Selbstbehalt bis zum 30.06. des Folgejahres für die Versicherten sicherzustellen, dass die Prämie bis zu diesem Zeitpunkt berechnet und erstattet ist. Auf Grund der z.T. erst über den Termin hinaus vorliegenden Meldungen der Arztdaten, ist der Termin in § 14 Abs. 1 Nr. 3 Satz 6 auf den 31.08. des Folgejahres angepasst worden.
Wahltarif Krankengeld (§ 14 Abs. V der Satzung)
Durch das Gesetz zur Änderung arzneimittelrechtlicher und anderer Vorschriften („15. AMG-Novelle“) wurde eine Anpassung der bisherigen Satzungsregelung (§ 14 Abs. V der Satzung) zum Wahltarif Krankengeld erforderlich. Die Absicherung über einen Wahltarif ist für den (unverändert gebliebenen) Personenkreis möglich, da der Wahltarif Krankengeld ein Pflichtangebot der Krankenkassen bleibt. Der Verwaltungsrat hat in seiner letzten Sitzung am 17.09.2009 eine Satzungsregelung beschlossen, da die bisherige Vorschrift kraft Gesetztes mit dem 31.07.2009 seine Gültigkeit verloren hat. Die Gesetzesänderung wurde erst am 22.07.2009 im Bundesanzeiger veröffentlicht, so dass die Satzungsregelung zum „neuen“ Krankengeld Wahltarif rückwirkend zum 01.08.2009 in Kraft gesetzt wird.
Satzung in der Fassung vom 6. Oktober 2009.
September 2009
22.09.2009
BKK Klinikfinder mit aktuellen Qualitätsberichten – Geeignetes Krankenhaus einfach über das Internet finden
Rund 2.000 Krankenhäuser in Deutschland informieren seit 2005 im Abstand von zwei Jahren öffentlich über ihren Leistungsumfang und die Qualität der Behandlung. Die neuen Daten liegen seit wenigen Tagen vor und sind ab heute online in den BKK Klinikfinder integriert.
Die Benutzeroberfläche des Internetportals wurde umfassend neu gestaltet. Das passende Krankenhaus ist jetzt noch einfacher unter www.bkk-klinikfinder.de zu finden. Seit über drei Jahren nutzen Versicherte die Suchmaschine. Sie wurde insgesamt von über zwei Millionen Besuchern aufgerufen. Einfach zu finden: Das passende Krankenhaus in der Region. Einen ersten schnellen Zugriff zum gewünschten Krankenhaus erhält man über die Suche nach dem Ort oder der Postleitzahl. Zusätzlich kann ein Stichwort – zum Beispiel der Name einer Krankheit oder einer speziellen Klinik – eingefügt werden.
Möchten Versicherte tiefer einsteigen, bietet sich die erweiterte Suche an. Der BKK Klinikfinder informiert darüber, wie häufig bestimmte Leistungen erbracht werden. Natürlich ist die Quantität allein keine Garantie für optimale Qualität. Mengenangaben zeigen jedoch, ob ein Haus Erfahrungen in der Behandlung des jeweiligen Krankheitsbildes hat oder nicht. Mit solchen Informationen wollen die Betriebskrankenkassen die Versicherten bei der Auswahl "ihres" Krankenhauses unterstützen.
Abgerufen werden können weiterhin Informationen über stationäre und ambulante Behandlungen, medizinische Geräte und Einrichtungen (z. B. Herzkatheterlabor oder strahlentherapeutische Ausstattung), über einzelne Therapien oder über die Leistungen der Klinik bzw. der jeweiligen Fachabteilungen, über die nichtmedizinische Ausstattung der Häuser (wie Bettenanzahl, Bibliothek, Seelsorge) sowie Angaben zur Personalausstattung. Medizinische Fachbegriffe können jederzeit in einem Lexikon nachgeschlagen werden. Außerdem sind von jeder Klinik Kontaktdaten und Adressen angegeben. Der BKK Klinikfinder weist neben den Qualitätsberichten sechs weitere Qualitätsmerkmale für Krankenhäuser auf: "babyfreundliches Krankenhaus", "gesundheitsförderndes Krankenhaus", "schmerzfreies Krankenhaus", "rauchfreies Krankenhaus", "erreichte Mindestmengen für Knie-Totalendoprothesen" sowie die "KTQ-Zertifizierung" (Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen). Mit dem BKK Klinikfinder haben Versicherte Zugriff auf Informationen von über 95 Prozent der Krankenhäuser in Deutschland. Die Daten stammen aus den aktuellen Qualitätsberichten der Krankenhäuser, die die Kliniken nach dem Willen des Gesetzgebers alle zwei Jahre erstellen und veröffentlichen müssen. Als ergänzendes Angebot können Krankenhäuser seit dem Jahr 2008 ihre freiwilligen Qualitätsberichte im BKK Klinikfinder veröffentlichen.
03.09.2009
BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER bildet aus
Sechs Berufsstarter haben am 1. September ihre Ausbildung bei der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER begonnen. Die BKK setzt damit auch in diesem Jahr trotz Wirtschafts- und Finanzkrise auf die Ausbildung des eigenen Berufsnachwuchses.
„Um auch zukünftig unseren Versicherten qualitativ hochwertige Leistungen und einen ausgezeichneten Service anbieten zu können, brauchen wir qualifizierte, engagierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gleichzeitig leisten wir damit einen Beitrag für den Wirtschaftsstandort Ostwestfalen-Lippe“, sagt BKK-Chef Frank Jessen.
Das Interesse an dem Beruf des Sozialversicherungsfachangestellten ist nach wie vor ungebrochen.
Unter 100 Bewerbungen wurden Philipp Drößler, Rebecca Hillebrand, Sebastian Lange, Lisa Niggemeyer, Bernd Nepomuck und Natalie Troll ausgewählt.
02.09.2009
Betriebskrankenkassen fördern Selbsthilfe mit acht Millionen Euro
Die Betriebskrankenkassen haben im Jahr 2008 über acht Millionen Euro
für die Selbsthilfeförderung ausgegeben.
Damit gaben sie 2,6 Millionen Euro mehr aus, als im Vorjahr. Außerdem liegen sie mit
rund 300.000 Euro deutlich über der gesetzlich geforderten Summe und stehen im Vergleich
mit allen gesetzlichen Krankenkassen an erster Stelle.
Insgesamt haben die gesetzlichen Krankenkassen die Selbsthilfe mit 38,5
Millionen Euro gefördert. Darunter fallen die kassenartenübergreifende
Gemeinschaftsförderung mit über 50 Prozent der Kosten und die kassenindividuelle
Förderung für Projekte.
Unterstützt werden gesundheitsbezogene Selbsthilfegruppen und -organisationen,
die sich Prävention oder Rehabilitation von Krankheiten der Versicherten
zum Ziel gesetzt haben. Dies sind zum Beispiel Selbsthilfegruppen
für Diabetiker, Krebskranke, Schlaganfallpatienten, Behinderte oder
Abhängige. Weiterhin werden auch Selbsthilfekontaktstellen gefördert. Sie
helfen den Menschen, eine Selbsthilfegruppe in ihrer Nähe zu finden oder
zu gründen.
Selbsthilfe soll in medizinische Versorgung integriert werden
„Die Einbindung der Selbsthilfe sowie die Aktivierung und Unterstützung
der Selbsthilfe müssen als fester Bestandteil in der medizinischen Versorgung
im Sinne der Patientenorientierung etabliert werden. Ein wichtiges
Ziel ist es daher, Selbsthilfefreundlichkeit in den Qualitätsmanagementsystemen
für Einrichtungen der vertragsärztlichen und klinischen Versorgung
zu konkretisieren und zu verankern“, so Heinz Kaltenbach, beauftragter
Geschäftsführer der BKK Bundesverband GbR. Dies haben die Betriebskrankenkassen
in den letzten Jahren mit mehreren Projekten wie zum
Beispiel „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ oder „Selbsthilfefreundliche
Arztpraxis“ intensiv verfolgt.
Veranstaltungshinweis:
Am 15. Oktober 2009 findet der BKK Selbsthilfe-Tag „Selbsthilfefreundlichkeit
als Qualitätsmerkmal“ im Congress Center Düsseldorf statt.
Weitere Informationen und Anmeldungen zur Tagung stehen unter
www.bkk-selbsthilfe.de.
August 2009
13.08.2009
Der neue Internetauftritt der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER
Rechtzeitig zum 125-jährigen Jubiläum ist er da: Der neue Internetauftritt der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER.
Übersichtlich gegliedert und in unserem aktuellen Design. Im Mittelpunkt der Überarbeitung standen die benutzerfreundliche, zielgruppenorientierte Aufbereitung, einfache, klare und verständliche Informationen und eine unverwechselbare grafische Gestaltung.
07.08.2009
Bessere Versorgung bei Hüft- und Kniegelenkersatz für BKK-Versicherte in OWL
„Mit neuer Hüfte oder neuem Knie bestens versorgt und schnell wieder fit – ein neues Versorgungskonzept für BKK-Patienten in OWL“
BKK-Versicherte in OWL profitieren von einem neuen Versorgungskonzept bei Hüft- und Kniegelenkersatz. Ein speziell abgestimmter Behandlungsplan ermöglicht eine optimale medizinische Betreuung in OWL über alle Behandlungsebenen und hilft den Patienten schnell wieder auf die Beine zu kommen.
In jedem Jahr erhalten in Ostwestfalen-Lippe rund 1.500 Menschen ein künstliches Hüftgelenk, rund 1.000 Menschen erhalten ein neues Kniegelenk. Jeder fünfte Patient davon ist bei einer der ostwestfälischen Betriebskrankenkassen versichert.
Für die meisten Patienten löst die Nachricht, dass ein neues Hüft- oder Kniegelenk notwenig ist, Verunsicherung und Ängste aus. Kaum jemand hat einen Überblick über alle Behandlungsschritte, die nun auf ihn zukommen.
Die Versicherten der Betriebskrankenkassen werden über ein neues Konzept der Integrierten Versorgung im Falle eines Hüft- oder Kniegelenkersatzes über die gesamte Dauer des nun beginnenden Behandlungsprozesses von ihrem Facharzt für Orthopädie in der Region begleitet und betreut. Dieser Facharzt des Vertrauens erstellt zusammen mit seinem Patienten einen Behandlungsplan, der auf die jeweilige Situation des Patienten abgestimmt ist und der seine individuellen Bedürfnisse berücksichtigt. Die Integrierte Versorgung beginnt somit am Tag der Erstdiagnose und endet mit dem erfolgreichen Abschluss der sich an die Operation anschließenden Rehabilitation.
Alle an der Integrierten Versorgung mitwirkenden Akteure befinden sich in der Region Ostwestfalen-Lippe, was für den Patienten kurze Wege und möglichst wenige Unannehmlichkeiten zur Folge hat. Zu diesen Akteuren zählen neben der Gruppe der Fachärzte auch die Krankenhäuser und die Rehabilitationseinrichtungen. Dabei steht die optimale Vernetzung ambulanter und stationärer Therapie mit einem Höchstmaß an medizinischer Kompetenz und Versorgungsqualität im Vordergrund.
Der Patientenratgeber „Integrierte Versorgung bei Hüft- und Kniegelenkersatz“ der Betriebskrankenkassen in OWL gibt umfassende und detaillierte Informationen über die Erkrankung und beschreibt alle Behandlungsschritte. Auch alle an dieser Versorgungsform mitwirkenden Akteure werden mit ihren jeweiligen Besonderheiten dargestellt. Dieser Ratgeber ist die Grundlage für die Behandlungsplanung und trägt bei den Patienten dazu bei, die Verunsicherung zu überwinden und Ängste abzubauen. Auch das Leben nach dem erfolgreichen Abschluss der Behandlung, in dem Bewegung und Sport wieder schmerzfrei möglich sind, wird dem Patienten aufgezeigt.
„Wir sind davon überzeugt, mit dem Konzept die medizinische Versorgung unserer Versicherten erheblich zu verbessern und freuen uns über die aussichtsreiche Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern in der Region OWL“, sagt Wolfgang Diembeck, Geschäftsführer der BKK Arbeitsgemeinschaft (ArGe) OWL.
Teilnehmende Orthopäden
Alle Mitglieder der OUC OWL eG – der Genossenschaft der niedergelassenen Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie in Ostwestfalen-Lippe – nehmen an dem Vertrag teil. Dies ist der weit überwiegende Teil der hiesigen Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie. Eine Mitgliederliste ersehen Sie auf der Internetseite www.ouc-owl.de
Teilnehmende Krankenhäuser
Brüderkrankenhaus St. Josef, Paderborn
Evangelisches Krankenhaus Bielefeld
Franziskus Hospital, Bielefeld
Klinikum Herford
Klinikum Lippe, Detmold
Lukas Krankenhaus, Bünde
Sankt Elisabeth Hospital, Gütersloh
St. Josef-Stift, Sendenhorst
St. Vincenz Hospital, Brakel
Teilnehmende Reha-Einrichtungen
Johanniter Ordenshäuser, Bad Oeynhausen
Klinik am Rosengarten, Bad Oeynhausen
MediClin Rose Klinik, Horn-Bad Meinberg
ZAR Zentrum für ambulante medizinische Rehabilitation Bielefeld
Juli 2009
27.07.2009
Eine aktuelle Situationseinschätzung zur Neuen Influenza des Robert-Koch-Instituts
Fallzahlen in Deutschland (Letzte Änderung 24.07.2009)
In Deutschland sind mit Datenstand vom 23.07.2009, 15.00 Uhr, insgesamt 2.844 Fälle der Neuen Grippe (Influenza H1N1/2009) gemeldet worden Gegenüber der letzten Aktualisierung (2.455 Fälle, Datenstand 22.7.2009, 15.00 Uhr) wurden 389 Fälle neu bestätigt. Der Anstieg wird hauptsächlich durch Reiserückkehrer verursacht (320 neue Fälle), die nach Rückkehr aus dem Urlaub (gegenwärtig vor allem aus Spanien) mit neuer Influenza diagnostiziert werden. Hinzu kommt, dass nach der technischen Umstellung auch Fälle neu ausgewiesen werden, bei denen selbst keine Labordiagnose durchgeführt wurde, die aber Kontakt zu anderen laborbestätigten Erkrankten hatten. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verteilung auf die Bundesländer. In der Regel sind die Erkrankungen in Deutschland nach wie vor mild verlaufen.
Situation in Deutschland (Bundesländer): 23. Juli 2009 15:00 Uhr
| Bundesland |
bestätigt |
davon autochthon |
| Baden-Württemberg |
272 |
62 |
| Bayern |
256 |
91 |
| Berlin |
92 |
32 |
| Brandenburg |
28 |
9 |
| Bremen |
21 |
7 |
| Hamburg |
18 |
3 |
| Hessen |
135 |
25 |
| Mecklenburg-Vorpommern |
35 |
2 |
| Niedersachsen |
681 |
82 |
| Nordrhein-Westfalen |
964 |
304 |
| Rheinland-Pfalz |
82 |
7 |
| Saarland |
54 |
1 |
| Sachsen |
65 |
23 |
| Sachsen-Anhalt |
43 |
11 |
| Schleswig-Holstein |
42 |
3 |
| Thüringen |
56 |
10 |
| Summe |
2844 |
672 |
Weitere Informationen (Letzte Änderung 20.07.2009)
Mit weiteren Erkrankungen muss gerechnet werden. Bei einer größeren Verbreitung muss auch hierzulande mit schweren Verläufen gerechnet werden. Angesichts der aus betroffenen Staaten eingeschleppten Infektionen und den auch in Deutschland („autochthon“) erworbenen Infektionen steigt die Bedeutung der persönlichen Hygienemaßnahmen, insbesondere bei Kontakt zu Reiserückkehrern und bei vielen Kontakten zu anderen, etwa in Schulen. Es ist bekannt, dass sich die Influenza unter Kindern und Jugendlichen besonders rasch ausbreiten kann. Influenzaviren werden vor allem durch Tröpfcheninfektion übertragen. Insbesondere beim Niesen oder Husten können Erreger auch auf die Hände gelangen und dann durch direkten Kontakt oder z.B. über die Hände weiterverbreitet werden. Daher wird insbesondere häufiges Händewaschen empfohlen und das Husten in den Ärmel statt in die Hand. Weitere Informationen dazu siehe: www.wir-gegen-viren.de.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihre Einschätzung bekräftigt, dass die weltweite Ausbreitung des Virus nicht zu stoppen ist. Die etablierten Maßnahmen und Krisenreaktionsstrukturen in Deutschland werden fortgeführt, bei Bedarf intensiviert und an neue Situationen angepasst.
Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation gibt es vermutlich keine oder nur eine beschränkte Immunität gegen das neue H1N1-Virus. Bei einer großen Verbreitung könnte auch ein Virus, das bei gesunden Menschen vorwiegend moderate Symptome verursacht, große Auswirkungen auf eine Gesellschaft haben („Assessing the severity of an influenza pandemic“ vom 11.5.2009). Das Virus ist gut von Mensch zu Mensch übertragbar. Hinzu kommt, dass Grippeviren ihr Erbgut ständig verändern. Die WHO weist darauf hin, dass das Virus insbesondere in der bevorstehenden Influenzasaison auf der Südhalbkugel Gelegenheit zum Austausch genetischen Materials haben könnte.
Die Symptome der neuen Grippe sind ähnlich wie bei saisonaler Influenza, vor allem Fieber, Atemwegsbeschwerden und Gliederschmerzen. Todesfälle sind bislang vor allem auf dem amerikanischen Kontinent aufgetreten. Nach Angaben der WHO sind viele, aber nicht alle schweren Fälle bei Menschen mit Grunderkrankungen aufgetreten (Statement to the press by WHO Director-General Dr. M. Chan, 11.06.2009).
Bei den bisher im Nationalen Referenzzentrum für Influenza im Robert Koch-Institut untersuchten neuen Influenzaviren haben sich die so genannten Neuraminidasehemmer als wirksam erwiesen. Damit werden entsprechende Untersuchungen aus den USA auch für die in Deutschland aufgetretenen Viren bestätigt. Seit Ende Juni 2009 gab es aus mehreren Staaten Meldungen über aufgetretene Resistenzen gegen Oseltamivir, das ist eines der beiden modernen Arzneimittel gegen Influenza (Handelsname "Tamiflu"). Nach Angaben der WHO wurde keine Übertragung der resistenten Viren auf Kontaktpersonen nachgewiesen und es handelt sich bisher um sporadische Ereignisse.
Weitere Informationen, auch zu Hotlines: www.rki.de/influenza
Quelle: Robert-Koch-Institut
Stand: 24.07.2009
27.07.2009
Unsere Satzung hat sich geändert.
Die Änderungen können Sie hier einsehen:
03.07.2009
Einfach. Gut. Geborgen: BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER-Kampagne sorgt für sicheren Babyschlaf
Die Zahl der Plötzlichen Säuglingsstode in Deutschland ist heute so niedrig wie nie zuvor. Doch es sind immer noch 260 Kinder pro Jahr. Eine der häufigsten Todesursachen ist der Plötzliche Säuglingstod. Die Kampagne der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER klärt über vermeidbare Risiken auf.
Es passiert fast nur im ersten Lebensjahr: Babys, die abends noch quietschfidel ins Bett gebracht wurden, werden morgens tot aufgefunden. Für die Eltern ein unbeschreiblicher Schock - und für Ärzte nach wie vor ein nur schwer zu erklärendes Phänomen. Fest steht nur, dass die Kinder im Schlaf nicht genügend Luft bekommen haben oder zum Beispiel mit dem Kopf unter die Bettdecke gerutscht sind. Und genau hier setzt die Kampagne der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER an.
"Zu den vermeidbaren Risikofaktoren im Zusammenhang mit dem Plötzlichen Säuglingstod gehören die Überdeckung und Überwärmung von Babys. Diese Risikofaktoren können durch die Verwendung geeigneter Babyschlafsäcke verhindert werden. Viele Eltern wissen nicht, wie wichtig ein Babyschlafsack sein kann. Und deshalb erhält jedes seit dem 1. Januar 2009 neu bei uns angemeldete Familienmitglied einen exklusiv dafür angefertigten Babyschlafsack", erläutert BKK-Chef Frank Jessen.
Informiert werden die Eltern im Rahmen der Kampagne auch über viele andere Dinge, die wichtig sind, damit ihr Baby gesund aufwächst: so z. B. darüber wie wichtig es ist, das ihr Baby in einer rauchfreien Umgebung aufwächst oder welche Bedeutung die Vorsorgeuntersuchungen für Kinder, also die so genannten U-Untersuchungen haben.
Juni 2009
26.06.2009
Auszeichnung für das BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER Gesundheitsjournal
Am 24. Juni wurden in Berlin zum siebten Mal die begehrten BCP – Best of Corporate Publishing-Awards verliehen. Das BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER Gesundheitsjournal wurde in diesem Jahr mit Silber ausgezeichnet.
Der BCP ist mit über 600 eingereichten Publikationen der größte Corporate-Publishing-Wettbewerb in Europa.
16.06.2009
Gewichtsreduktion online
Ab sofort online: das neue Programm Ihrer BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER. Das Ziel: bewusst leben und dabei abnehmen.
Sie möchten Ihr Gewicht reduzieren? Unterstützung hierbei bietet das online-basierte Selbstlernprogramm www.gewichtsreduktion-online.de. Unterschiedliche Programmbausteine zeigen Möglichkeiten einer gesunden Lebensweise auf. Das Ziel: bewusst leben und dabei abnehmen. Und so funktioniert’s: Nach der Anmeldung steht zwölf Wochen lang ein individuelles Online-Coaching zur Verfügung. Vom persönlichen Ernährungsplan über eine Datenbank mit mehr als 12.000 Rezepten und ausführlichen Einkaufslisten bis hin zu Fitnessempfehlungen und einem interaktiven eLearning-Kurs ist alles dabei. Bei Fragen steht ein Expertenteam aus Ärzten, Psychologen, Ernährungs- und Sportwissenschaftlern bereit. Für einen Zeitraum von zwölf Wochen beträgt die Kursgebühr 59,90 Euro. Der Online-Coach zur Gewichtsreduktion ist zertifiziert und damit erstattungsfähig. Selbstverständlich übernimmt auch Ihre BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER die Kosten für die Teilnahme am Selbstlernprogramm „Gewichtsreduktion online“.
Hier geht´s zur Gewichtsreduktion online
10.06.2009
Beitragssatzsenkung zum 1. Juli 2009
Gleich zwei gute Nachrichten für alle gesetzlich Krankenversicherte: Zum 1. Juli sinkt der Beitragssatz von 15,5 % auf 14,9 %. Und: Die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER wird 2009 keinen Zusatzbeitrag erheben.
BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER. Seit 125 Jahren: Einfach. Gut. Für Alle.
02.06.2009
Organspende - Deutschland kann mehr
Bundesweiter Tag der Organspende am 6. Juni - Neue Ergebnisse der Repräsentativbefragung der BZgA
Organspende schenkt Leben - und das jeden Tag. In den letzten 45 Jahren wurden in Deutschland rund 94.000 Organe transplantiert. Das ist ein großer Erfolg der Transplantationsmedizin. Vor allem aber ist jede Organspende ein uneigennütziges Geschenk der Menschen, die sich für eine Spende entscheiden. Damit praktizieren sie Nächstenliebe und Solidarität mit ihren Mitmenschen. Es ist für die vielen schwerkranken Menschen, die dringend auf ein Spenderorgan warten, eine gute Nachricht, dass sich nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation bei den Organspenderzahlen im ersten Quartal 2009 nach dem Rückgang im Jahr 2008 wieder ein erfreulicher Aufwärtstrend zeigt.
Die jüngste Repräsentativbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zur Organ- und Gewebespende zeigt eine positive Entwicklung des Anteils derer, die einen Organspendeausweis besitzen. Hatten im Jahr 2001 noch 12 Prozent der Befragten einen Organspendeausweis ausgefüllt, waren es im Jahr 2008 17 Prozent.
Die aktuellen Studienergebnisse der BZgA zeigen, dass 50 Prozent der Befragten gut bis sehr gut über die Organ- und Gewebespende informiert sind. Mit 48 Prozent ist der Anteil derer, die bereits daran gedacht haben, sich einen Organspendeausweis zu besorgen, ähnlich hoch.
Deswegen konzentriert die BZgA ihre Aufklärungsangebote auf drei Ziele: Die breite Streuung des Organspendeausweises, die Einbindung von Kooperationspartnern und die Intensivierung des Gesprächsangebotes für Bürgerinnen und Bürger. Im Mittelpunkt aller Aktivitäten steht, Bürgerinnen und Bürger zu motivieren, ihre persönliche Entscheidung für oder gegen eine Organentnahme nach dem eigenen Tod auf einem Organspendeausweis zu dokumentieren. Wer den Ausweis ausfüllt, erspart seinen Angehörigen - falls es zu einer Situation kommt, in der er als Organspender in Betracht kommt - eine sehr belastende Entscheidung. Denn Angehörige, die den Willen des Verstorbenen nicht kennen, müssen nach dessen mutmaßlichen Willen entscheiden.
Das persönliche Gespräch mit (Ehe-) Partnern und Angehörigen spielt für 50 Prozent der Befragten ebenfalls eine wichtige Rolle. Bei den 14- bis 25-Jährigen nehmen die Freunde eine wichtige Funktion als Gesprächspartner ein. Deswegen stellt die BZgA speziell für Schulen begleitendes Unterrichtsmaterial zur Verfügung, um gerade auch junge Menschen für dieses sensible Thema zu motivieren.
Die Mitarbeiterinnen des kostenlosen Infotelefons Organspende, einem gemeinsamen Angebot der BZgA und der Deutschen Stiftung Organtransplantation, sind für viele Menschen zunehmend wichtige Ansprechpartnerinnen für persönliche Fragen. Deshalb werden die Sprechzeiten des Infotelefons ausgedehnt und die Anzahl der Expertinnen erhöht, um dadurch möglichst viele Interessierte fachkundig und neutral beraten zu können.
Weitere Informationen unter: Infotelefon Organspende: 0800 - 90 40 400 (Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr, Samstag 9 bis 13 Uhr) oder unter www.organspende-info.de [ http://www.organspende-info.de/ ]
Mai 2009
29.05.2009
31. Mai - Weltnichtrauchertag
Warnhinweise nützen - Werbeverbote schützen!
Der diesjährige Weltnichtrauchertag steht unter dem Motto „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“. Weltweit fordern Gesundheitsexperten die Einführung abschreckender bildlicher Warnhinweise auf Zigarettenschachteln und Tabakverpackungen. Seit 2003 empfehlen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Europäische Union diese einfach umzusetzende Art der gesundheitlichen Aufklärung, die sich rund um den Globus als wirksam erwiesen hat. „Gesundheitsschutz muss endlich Vorrang vor partikulären Wirtschaftsinteressen haben“, sagt Gabriele Bartsch, Tabakexpertin der DHS, anlässlich des Weltnichtrauchertages.
Rauchen ist gesundheitsschädlich, dies bestreiten selbst die Tabakproduzenten nicht. In Deutschland sterben täglich 400 Bundesbürger vorzeitig an den Folgen des Tabakkonsums. Den Gewinn mit dem Suchtstoff macht die Tabakindustrie, den Schaden tragen die Einzelnen und die Gesellschaft, die jährlich Unsummen für die Behandlung der tabakbedingten Krankheiten aufwenden muss. Dennoch ist Werbung für schädliche Tabakprodukte in Deutschland, anders als in den meisten europäischen Ländern, noch immer möglich.
Mit flächendeckender Lifestyle-Werbung auf Plakatwänden und im Kino, Partysponsoring und aggressivem Produkt-Placement in Filmen und beliebten TV-Serien sollen Neukunden, besonders Kinder und Jugendliche zum Rauchen verführt und damit der Absatz langfristig gesichert werden. Zum Schutz gerade junger Menschen muss daher auch Deutschland dringend dem europäischen Vorbild folgen und Tabakwerbung konsequent unterbinden. Internationale Abkommen wie die WHO-Rahmenkonvention zur Tabakkontrolle (FCTC 2005) fordern ein absolutes Werbeverbot. Dies wurde auch von der Bundesregierung unterschrieben. Den Worten fehlen bislang jedoch die Taten. Im europäischen Vergleich kann Deutschland nicht mithalten, einzig bei der Begrenzung von Werbung in den Bereichen Radio /TV-Werbung sowie in Zeitungen/Zeitschriften erreicht Deutschland europäische Standards. Mit Zypern und Malta gehört Deutschland zu den Schlusslichtern der Regulierung von Tabakwerbung und -Sponsoring in Europa (siehe Tab.). „Dies muss sich grundlegend ändern“, sagt Gabriele Bartsch, „denn Werbung für Tabak ist in etwa so sinnvoll wie Silvesterraketen in der Spielzeugabteilung“.
April 2009
30.04.2009
Öffentliche Bekanntmachung
Personelle Veränderungen auf Arbeitgeberseite im Verwaltungsrat der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER
In der Sitzung am 23.03.2009 hat der Verwaltungsrat der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER nachfolgenden Beschluss gefasst:
Herr Meyer zu Westerhausen scheidet als Mitglied des Verwaltungsrates aus. Als Nachfolgerin ist
Frau
Janette Nothnagel,
geb. 11.07.1978
Wullbrinkholzweg 143
32049 Herford
gewählt worden.
Bielefeld, den 30.04.2009
27.04.2009
Antworten des Robert Koch-Instituts zur Schweine-Influenza bei Menschen
Die in Mexiko grassierende Schweine-Influenza hat die nationalen Gesundheitsbehörden alarmiert. Auf seiner Internetseite www.rki.de gibt das Robert Koch-Institut, Berlin, Antworten auf die wichtigsten Fragen (Stand 27.04.2009).
Was ist Schweine-Influenza?
Schweine-Influenza (Schweinegrippe) ist eine durch Influenzaviren des Typs A verursachte respiratorische Erkrankung von Schweinen. Es kam bereits in der Vergangenheit regelmäßig zu Ausbrüchen unter Schweinen verursacht durch diese Viren. Die Erkrankungsrate bei Schweinen ist hoch, die Letalitätsrate jedoch niedrig. Das Virus zirkuliert während des gesamten Jahres, die meisten Ausbrüche finden aber im Herbst und Winter statt, ähnlich der humanen Influenza. Die klassischen Schweineinfluenza-Viren (Influenza-Subtyp A H1N1) wurden erstmalig im Jahr 1930 isoliert.
Stand: 25.04.2009
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Wie viele verschiedene Subtypen des Schweineinfluenza-Virus gibt es?
Wie alle Influenza-Viren unterliegt das Schweineinfluenza-Virus ständigen Veränderungen. Schweine können durch Schweine-Influenzaviren, aber auch aviäre (Vogel) und humane Influenzaviren infiziert werden. Bei einer gleichzeitigen Infektion mit verschiedenen Influenza-Viren kann es zu einem Reassortment kommen (Austausch von Genen). Dadurch entstehen Viren, die aus Genen von Schweinen, Menschen und / oder Vögeln bestehen. Während der letzten Jahre sind verschiedene Subtypen des Schweineinfluenza-Virus isoliert worden. Es können dabei vier Subtypen unterschieden werden, die von Bedeutung sind: H1N1, H1N2, H3N2 und H3N1.
Die Weltgesundheitsorganisation spricht bei den aktuellen Erkrankungen von einer neuen Variante des Subtyps H1N1. Mit H und N werden die beiden Eiweiße der Virushülle Hämagglutinin und Neuraminidase abgekürzt. Es gibt 16 Hämagglutinin- und 9 Neuraminidase-Subtypen in verschiedenen Kombinationen. Sämtliche Hämagglutinin- und Neuraminidase-Subtypen kommen bei Wasservögeln vor, die das Reservoir für Influenzaviren darstellen. In der menschlichen Bevölkerung tritt die Influenza saisonal auf und wurdein den letzten Jahrzehnten von Influenza A-Viren der Subtypen H1N1 und H3N2 sowie von Typ B-Viren hervorgerufen.
Stand: 25.04.2009
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Können Schweineinfluenza-Viren auf den Menschen übertragen werden?
Schweineinfluenza-Viren infizieren Menschen normalerweise nicht, sporadische Infektionen beim Menschen sind jedoch bekannt. Meist traten Infektionen bei Menschen auf, die direkten Kontakt zu Schweinen hatten. Es gibt aber auch Kenntnis darüber, dass Mensch zu Mensch Übertragungen möglich sind.
Stand: 25.04.2009
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Wie häufig tritt Schweine-Influenza beim Menschen auf?
In der Vergangenheit waren es in den USA eher sporadische Fälle, die der amerikanischen Seuchenschutzbehörde (CDC) gemeldet wurden. Seit dem Jahr 2005 wird am CDC ein Anstieg an Schweineinfluenza-Erkrankungen registriert.
In Mexiko sind offenbar innerhalb weniger Wochen mehrere Dutzend Menschen an Schweinegrippe gestorben. Ingesamt sind laut Medienberichten mehrere hundert Erkrankungen bei Menschen registriert worden. Auch in Kalifornien und Texas sind einige Erkrankungen aufgetreten, aber kein Todesfall.
Stand: 25.04.2009
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Welche Symptome treten beim Menschen auf?
Die Symptome der Schweine-Influenza sind ähnlich den Symptomen der saisonalen humanen Influenza: Fieber, Müdigkeit, Appetitlosigkeit sowie Husten. Einige Menschen, die mit Schweineinfluenza-Viren infiziert waren, berichteten über Schnupfen, Halsschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
Stand: 25.04.2009
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Kann man durch den Verzehr von Schweinefleisch erkranken?
Die amerikanische Seuchenschutzbehörde CDC geht davon aus, dass Schweineinfluenza-Viren nicht durch Nahrungsmittel übertragen werden und weist darauf hin, dass ein Erhitzen von Schweinefleisch auf 72 Grad Celsius (Kerntemperatur) das Schweineinfluenza-Virus sicher abtötet. In Deutschland ist das Bundesinstitut für Risikobewertung mit der Sicherheit von Lebensmitteln befasst.
Stand: 25.04.2009
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Wie wird Schweine-Influenza verbreitet?
Schweineinfluenza-Viren können direkt von Schwein zu Mensch (aber auch von Mensch zu Schwein) übertragen werden. Bisher sind Infektionen beim Menschen in erster Linie durch direkten Kontakt zu Schweinen erfolgt. Der aktuelle Ausbruch in Mexiko zeigt, dass man inzwischen auch von einer Mensch-zu-Mensch-Übertragung ausgehen muss.
Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung erfolgt auf gleiche Weise wie die humane Influenza-Infektion (vorwiegend Tröpfchen-Infektion, zum Beispiel beim Husten oder Niesen).
Stand: 25.04.2009
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Wie kann eine Erkrankung an Schweine-Influenza diagnostiziert werden?
Das Virus, das aktuell zu Erkrankungen in Mexiko sowie in Texas und Kalifornien geführt hat, konnte in den USA nicht mit Standard-Diagnose-Verfahren nachgewiesen werden (übliche saisonalen „H1N1-Primer“). Das Nationale Referenzzentrum für Influenza (NRZ) am Robert Koch-Institut kann dieses Virus aber diagnostizieren. Zur Diagnose sollte ein Rachenabstrich, Nasenabstrich, oder gegebenenfalls Bronchoalveoläre Lavage möglichst rasch nach Beginn der Erkrankung an das NRZ für Influenza eingesandt werden.
Stand: 25.04.2009
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Welche Medikamente stehen zur Verfügung?
Es gibt verschiedene antivirale Medikamente, die in Frage kommen würden: Amantadin, Rimantidin und die neueren Neuraminidashemmer (Oseltamivir und Zanamivir). Amantidin und Rimantidin sind bei einigen der aktuell Erkrankten resistent getestet worden, so dass diese Medikamente nicht zur Therapie herangezogen werden sollten. Darüber hinaus ist Rimantadin in Deutschland nicht zugelassen. Wirksamkeitsprüfungen der amerikanischen Infektionsschutzbehörde CDC geben erste Hinweise, dass die Neuraminidasehemmer Oseltamivir und Zanamivir derzeit bei dem Schweinevirus wirksam sind.
Stand: 25.04.2009
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Gab es in der Vergangenheit bereits Ausbrüche von Schweine-Influenza?
In Amerika gab es im Jahr 1976 in New Jersey einen Ausbruch unter Soldaten. Vier Soldaten erkrankten an einer Pneumonie. Es gab einen Todesfall. Die Übertragung erfolgte von Mensch zu Mensch. Die genauen Umstände der Erkrankungen konnten nicht aufgeklärt werden
Stand: 25.04.2009
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Kann man in die von der Schweinegrippe betroffenen Gebiete reisen?
Die amerikanischen Gesundheitsbehörden sehen derzeit für die USA und auch für Mexiko keine Reiseeinschränkungen vor. In Deutschland gibt generell das Auswärtige Amt Reisehinweise für Bürger. Die üblichen Hygieneempfehlungen, die auch in Deutschland immer umgesetzt werden sollten gelten selbstverständlich auch auf allen Reisen.
Stand: 25.04.2009
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Was sollen Sie tun, wenn Sie befürchten, dass Sie an Schweinegrippe erkrankt sind?
An Schweinegrippe können Sie derzeit nur erkranken, wenn Sie in den letzten 7 Tagen in einem Risikogebiet waren. Falls Sie befürchten an Schweinegrippe erkrankt zu sein, suchen Sie bitte sofort einen Arzt auf, so dass dieser sie untersuchen und gegebenenfalls behandeln kann (Bitte weisen Sie vorher den Arzt telefonisch auf Ihr Anliegen hin). Geben Sie Ihrem Arzt detaillierte Information zum Aufenthalt im Risikogebiet.
Stand: 27.04.2009
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Wie ist die aktuelle Situation?
Zur Situation in den USA gibt es Informationen auf der Internetseite des CDC. Es ist zu erwarten, dass in Kürze auch die Weltgesundheitsorganisation und das Europäische Zentrum für Infektionsschutz und Prävention (ECDC) Informationen anbietet. Für Deutschland veröffentlicht das Robert Koch-Institut Situationseinschätzungen auf den Internetseiten, die auch regelmäßig an die Landesbehörden weitergeleitet werden, damit die Gesundheitsämter vor Ort ebenfalls Auskunft geben können.
Stand: 25.04.2009
Quelle: Robert Koch-Institut
21.04.2009
Einfach. Gut. Geimpft.
Anlässlich der Europäischen Impfwoche vom 21. bis 26. April 2009 bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Eltern, Fachkräften und Interessierten die Möglichkeit, ihre Fragen zum Impfen bei Kindern an Experten zu stellen.
Alle Fragen und Antworten werden unter www.kindergesundheit-info.de (http://www.kindergesundheit-info.de/) veröffentlicht. Die Europäische Impfwoche ist eine Initiative des Regionalbüros Europa der Weltgesundheitsorganisation.
Impfungen gehören zu den wirksamsten und vorbeugendsten Gesundheitsmaßnahmen. Sie können uns vor Infektionskrankheiten und ihren schwerwiegenden Folgen schützen, gegen die es auch im 21. Jahrhundert oft keine wirksame Behandlung gibt. Die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER übernimmt deshalb die Kosten für alle Impfungen, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) der Weltgesundheitsorganisation empfohlen werden. Zu Ihrem Schutz. Darüber, welche Impfungen wann sinnvoll sind und wann sie wieder aufgefrischt werden sollten, beraten wir Sie gern. Und auch aus Ihrem Urlaub sollten Sie schöne Erinnerungen mitbringen – keine Krankheit. Deshalb bietet Ihnen die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER eine Impfberatung für Auslandsreisen an. Für jedes Reiseziel. Damit Sie die schönsten Tage des Jahres unbeschwert genießen können. Die Experten am BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER Gesundheitstelefon erreichen Sie rund um die Uhr unter der Telefonnummer 01805 609020 (14 Cent pro Minute aus dem Festnetz der T-Com).
14.04.2009
Nordic-Walking-Tag in Bielefeld und Kressbronn am 9. Mai 2009
Sie sind schon fast so etwas wie Tradition: Die Nordic-Walking-Tage der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER. Am 9. Mai 2009 ist es wieder soweit: Unter fachkundiger Anleitung können Interessierte kostenlos ihre Nordic-Walking-Kenntnisse auffrischen und ausbauen.
Nordic-Walking ist für Anfänger, Fortgeschrittene und auch leistungsorientierte Sportler gleichermaßen geeignet. Die optimale Sportart für jede Altersgruppe. Ein buntes Rahmenprogramm und ein Gewinnspiel runden die Veranstaltungen ab. Und auch für das leibliche Wohl aller Teilnehmer ist gesorgt.
Über Ihre Anmeldung mit Anzahl der Personen und Angabe der Gruppe: Power-Walker, fortgeschrittene Walker, Anfänger mit Kenntnissen und Anfänger ohne Kenntnisse bis zum 4. Mai 2009 freuen wir uns sehr! Auch Kinder sind herzlich willkommen.
Sie würden ja gern teilnehmen, haben aber keine Stöcke? Kein Problem: Wir leihen sie Ihnen.
Treffpunkt Bielefeld: Am Start- und Zielpunkt des BKK GilSei-Nordic-Walking-Parks auf dem Parkplatz an der Werther Straße (unterhalb des ZIF).
Treffpunkt Kressbronn: Fitnessclub Sonnenhof, Sonnenhof 1, 88079 Kressbronn (Retterschen).
Ihre Anmeldung nehmen die Kolleginnen Beate Bucher für Kressbronn unter der Telefonnummer 07541 30199-7112 und Susanne te Kaat für Bielefeld unter der Telefonnummer 0521 5228-3114 ab sofort gern entgegen.
06.04.2009
Weltgesundheitstag am 7. April 2009
2009 steht der Weltgesundheitstag unter dem Motto „Maßnahmen des Gesundheitswesens im Katastrophenfall“.
In vielen Veranstaltungen geht es um die Zusammenarbeit von Behörden, Krankenhäusern und Hilfsorganisationen bei der Bewältigung von Pandemien, Terroranschlägen mit Bio-Waffen oder Naturkatastrophen.
Seit 1950 thematisiert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 7. April ein drängendes Problem. In Deutschland wird der Gedenktag seit 1954 begangen.
März 2009
31.03.2009
Satzungsänderungen
Die Satzung der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER wurde geändert. Zu folgenden Punkten wurden Satzungsänderungen- und Ergänzungen vorgenommen:
- Anpassungen, da aufgrund des Gesetzes zur Stärkung des Wettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung (kurz: GKV-WSG) die Krankenkassen ab dem 01.01.2009 ihre Beitragssätze nicht mehr selbst festlegen können
- Schutzimpfungen
- Primärprävention
- Wahltarif Hausarztzentrierte Versorgung
- Wegfall des Krankengeldes für freiwillige Mitglieder.
Die Satzung in der Fassung vom 1. April 2009.
23.03.2009
Am 24. März 2009: Welt-Tuberkulose-Tag
Die Tuberkulose ist eine der am weitesten verbreiten Krankheiten weltweit. Die meist über die Luft übertragenen Erreger verursachen schwere Lungenentzündungen. Die früher Schwindsucht genannte Infektion tötet jährlich rund zwei Millionen Menschen. Fast 95 Prozent von ihnen könnte mit einer preisgünstigen Antibiotika-Therapie geholfen werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nimmt seit 1982 den Welt-Tuberkulose-Tag zum Anlass, auf Tuberkulose aufmerksam zu machen. Das Datum des Gedenktages erinnert an den 14. März 1883, als der Mediziner Robert Koch in Berlin als erster den Erreger Mycobacterium tuberculosis beschrieb.
Die Tuberkulose manifestiert sich in Deutschland bei etwa 80 Prozent der Erkrankten als Lungentuberkulose, sie kann aber jedes Organ befallen. Dementsprechend vielgestaltig präsentiert sich diese Erkrankung. Jeder länger als drei Wochen bestehende Husten sollte unbedingt abgeklärt werden.
05.03.2009
Fragen Sie Ihre Krankenkasse
Die Bundesgesundheitsministerin, die Verbraucherzentrale und Stiftung Warentest raten:
Fragen Sie Ihre Krankenkasse, ob sie Ihnen zum Beispiel folgenden Service bietet:

Gute Erreichbarkeit?
Die Antwort Ihrer BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER: Rund um die Uhr sind wir für Sie da. 24 Stunden täglich. Kostenlos unter 0800 0 255 255. Und: Mit unserer Internetgeschäftsstelle sind wir nur einen Mausklick von Ihnen entfernt.
Individuelle und kompetente Hilfe (z. B. bei medizinischen Fragen)?
Die Antwort Ihrer BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER: Ihr Rund-um-die-Uhr-Informationsservice für alle Gesundheitsfragen unter: 01805 609020 (14 Cent pro Minute aus dem Festnetz der T-Com).
Zusatzleistungen bei Krankheit zu Hause?
Die Antwort Ihrer BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER: Haushaltshilfe auch bei nicht stationärer Behandlung.
Kostenübernahme für Gesundheitskurse?
Die Antwort Ihrer BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER: 100%-ige Erstattung (max. 160 Euro pro Jahr) für die Teilnahme an qualitätsgesicherten Gesundheitskursen.
Einen attraktiven Hausarzttarif?
Die Antwort Ihrer BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER: Erstattung der Praxisgebühr von bis zu 40 Euro pro Jahr in zahlreichen Bundesländern.
Bonusprogramme?
Die Antwort Ihrer BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER: 100 Euro pro Jahr oder eine attraktive Sachprämie und 30 Euro oder eine attraktive Sachprämie pro Jahr für unsere 6- bis 14-jährigen Sammler.
Gute Angebote für chronisch Kranke?
Die Antwort Ihrer BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER: Das BKK MedPlus-Programm der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER ist ein zusätzliches Angebot für chronisch Kranke, die an Diabetes mellitus, Brustkrebs, koronarer Herzkrankheit, Asthma oder COPD erkrankt sind. Neben den vielen positiven Auswirkungen auf Ihre Erkrankung erhalten Sie einen Bonus von max. 40 Euro am Jahresende.
Kostenübernahme für alternative Medizin (z. B. Homöopathie)?
Die Antwort Ihrer BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER: Als Versicherter der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER können Sie neben den klassischen Behandlungsformen natürlich auch homöopathische Behandlungsformen in Anspruch nehmen.
Und das ist nur eine kleine Auswahl unserer Service- und Extraleistungen. Die Leistung, die Sie besonders interessiert ist nicht dabei? Dann rufen Sie uns an. Wir beraten Sie gern persönlich.
Januar 2009
23.01.2009
Bekanntmachung
Die Satzung der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER wurde geändert.
Im Wesentlichen beziehen sich die Änderungen auf die neue Schreibweise des Namens, die Möglichkeit der Kooperation mit privaten Krankenversicherungsunternehmen und auf den Wahltarif Krankengeld.
Die Satzung in der Fassung vom 31. Januar 2009.
20.01.2009
Einfach. Gut. Für Alle. Ohne Zusatzbeitrag.
Am 1. Januar 2009 ist der so genannte Gesundheitsfonds gestartet. Mit Einführung des Gesundheitsfonds zahlen alle gesetzlich Versicherten den von der Bundesregierung festgelegten Einheitsbeitrag von 15,5 % bzw. ab 1. Juli 2009 einen einheitlichen Beitragssatz von 14,9 %. Kommt eine Kasse mit den ihr aus dem Fonds zugewiesenen Geldern nicht aus, kann sie von ihren Versicherten einen Zusatzbeitrag verlangen. Versicherte der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER können sich ganz entspannt zurücklehnen, denn:
Die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER wird 2009 keinen Zusatzbeitrag erheben!
"Unsere Versicherten, die von diesem staatlich verordneten Einheitsbeitrag besonders hart getroffen werden, sollen nicht noch stärker belastet werden", stellt Vorstand Frank Jessen, klar. Trotz Gesundheitsfonds wird sich an dem umfassenden Leistungsangebot der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER nichts ändern. Ganz im Gegenteil. Der ohnehin sehr umfangreiche Katalog an Extra-Leistungen wird 2009 noch dicker. Einige Beispiele:
- Attraktives Bonusprogramm: 100 Euro (oder eine attraktive Sachprämie) bei Teilnahme an unserem Bonusprogramm. Und auch unsere kleinen Versicherten kommen 2009 ganz groß raus: 30 Euro oder eine attraktive Sachprämie für unsere 6- bis 14-jährigen Jäger und Sammler bei Teilnahme an unserem Bonusprogramm.
- Ausgezeichnete Wahltarife (Zeitschrift ÖKO-TEST, Ausgabe 05/2008; 01/2009).
- Begrüßungsgeschenk zur Geburt Ihres Kindes.
- Gesundheitstelefon
- Gesundheitsvorsorge: Bis zu 320 Euro erhalten Sie für Ihre persönliche Gesundheitsvorsorge von uns im Jahr zurück.
- Haushaltshilfe auch bei ambulanter Erkrankung.
- Impfberatung für Auslandsreisen.
- Internet-Geschäftsstelle: Erledigen Sie alles Wichtige einfach per Mausklick.
- Kostenloses Servicetelefon: Wir sind rund um die Uhr für Sie da.
- Vorsorge-Programme für Ihre Gesundheit.
Die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER: Einfach. Gut. Für Alle.
12.01.2009
ÖKO-TEST zeichnet Wahltarife der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER aus
Der Wahltarif Krankengeld S15 der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER wurde im aktuellen ÖKO-TEST-Magazin 1/09 mit dem Testurteil 1. Rang und der Wahltarif Krankengeld S43 der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER mit dem Testurteil 2. Rang bewertet.
Untersucht wurden von ÖKO-TEST die Preise von 105 privaten Tarifvarianten von 29 Gesellschaften. Bei den Krankenkassen wurden 104 Wahltarife in jeweils drei Modellfällen von rund 50 Kassen in Bezug auf Preis und Leistung analysiert.
12.01.2009
Apotheken-Notdienst-Suche mit dem Handy
Wer nachts oder an Sonn- und Feiertagen eine dienstbereite Notdienst-Apotheke in seiner Umgebung sucht, kann seit September 2008 auf seinem Handy die bundesweit einheitliche Rufnummer 22833 wählen. Dabei ist nur die Angabe von Postleitzahl und/oder Ort nötig.
Ob mit einem kurzen Anruf, per SMS oder mobilem Internetzugriff: Der Apotheken-Notdienstfinder ist für maximal 69 ct/Min/SMS bundesweit zu erreichen:
• Per Anruf von jedem Handy bundesweit ohne Vorwahl (69 ct/Min)
• Per SMS mit „apo“ an die 22833 von jedem Handy (69 ct/Min)
• Bei einem Anruf der 0137 88822833 aus dem deutschen Festnetz (50 ct/Anruf).
Mobile Web-Nutzer surfen unter www.22833.mobi zur Notdienst-Apotheke. Wer zuhause im Internet surft, kann wie gewohnt zur kostenlosen Suche auf www.aponet.de gehen.
In jeder Nacht sind etwa 2.000 Apotheken dienstbereit; rund 20.000 Menschen nehmen den Notdienst täglich in Anspruch. Die ABDA – die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände – stellt mit der 22 8 33 eine mobile Rufnummer zur Verfügung, die den Notdienst-Service der Apotheken in Deutschland deutlich verbessert und bundesweit vereinheitlicht.
Dezember 2008
01.12.2008
Kein Zusatzbeitrag bei der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER
Gleich zwei gute Nachrichten für alle Mitglieder der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER und für all diejenigen, die es werden möchten. Aus heutiger Sicht wird die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER mit den ihr aus dem Gesundheitsfonds zugewiesenen Geldern auskommen und in 2009 keinen Zusatzbeitrag erheben.
Und die zweite gute Nachricht folgt auf dem Fuße: Wir haben für Sie unser Leistungsangebot erweitert. Dafür nur einige Beispiele: Mit unserem Bonusprogramm sparen Sie zukünftig noch leichter bares Geld. Auch unsere jungen Versicherten haben wir dabei natürlich nicht vergessen. Und auch bei unseren ausgezeichneten Wahltarifen haben Sie nach wie vor die Qual der Wahl. Ab Mitte Dezember sind wir dann mit unserer Internetgeschäftsstelle nur noch einen Mouse-Klick von Ihnen entfernt sind. Denn auch im neuen Jahr möchten wir, dass Sie wissen, was unsere Arbeit für uns bedeutet: Die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER: Einfach. Gut. Für Alle.
November 2008
24.11.2008
Einfach. Gut. Abgesichert. Mit dem Wahltarif Krankengeld der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER
Ihre Gesundheit ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg Ihres Unternehmens.
Einkommensverluste wegen einer längeren Arbeitsunfähigkeit sollten Sie aber nicht mit Ihrem Ersparten, sondern mit uns und dem Wahltarif Krankengeld Ihrer BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER, ausgleichen. Selbstverständlich ohne Gesundheitsprüfung.
Ab 1. Januar 2009 wird der Krankenversicherungsschutz für freiwillig Selbstständige vom Gesetzgeber eingeschränkt. Davon betroffen sind auch Arbeitnehmer ohne Anspruch auf Entgeltfortzahlung für mindestens sechs Wochen und Künstler und Publizisten, die nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) versicherungspflichtig sind.
Manchmal reicht schon ein relativ harmloser Sportunfall aus: Sie können einige Zeit nicht arbeiten. Finanzielle Schwierigkeiten sind vorprogrammiert. Schon ab 18, 00 Euro monatlich können Sie für sich und Ihre Familie vorsorgen. Rufen Sie uns an. Wir beraten Sie gern. Kostenlos unter
0800 0 255255.
| Einfach. Gut. Abgesichert. Ein Beispiel. |
| Gewünschte Höhe Ihres Krankengeldes/Tag ab dem 15. Tag |
75,00 € |
| Krankengeld Ihrer BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER |
75,00 € |
| Berechnungsgrundlage: Höhe Ihres Einkommens |
27.000,00 €/Jahr |
| Ihr Einkommen pro Tag (30 Arbeitstage pro Monat) |
75,00 € |
| Ihre Prämie/Monat |
54,00 € |
Oktober 2008
17.10.2008
Bekanntmachung
In der Sitzung am 13. Oktober 2008 hat der Verwaltungsrat der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER Udo Lademann als Arbeitgebervertreter gewählt. Udo Lademann tritt die die Nachfolge von Klaus Frick an, der aus dem Verwaltungsrat der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER ausscheidet.
08.10.2008
Einfach. Gut. Informiert: Unsere Antworten auf Ihre Fragen zum staatlich verordneten Einheitsbeitrag
Am 5. Oktober hat sich der Koalitionsausschuss von CDU/CSU und SPD darauf verständigt, den einheitlichen Krankenkassenbeitrag für gesetzlich Versicherte auf 15,5 % festzulegen. Von dieser Erhöhung, die am 29. Oktober endgültig vom Kabinett beschlossen werden soll, sind rund 92 % aller Krankenkassenmitglieder betroffen. Auch die Versicherten der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER. Bis zum Schluss haben wir uns dafür eingesetzt, diesen „ungeliebten Ausgleichstopf“ zu verhindern bzw. zumindest seine Verschiebung zu erreichen. Leider blieben unsere Argumente ungehört. Die Zeche zahlen – wie so oft – die Versicherten. Viele Fragen erreichen uns seitdem. Die häufigsten möchten wir Ihnen nachfolgend beantworten:
Statt 12,6 % (+ 0,9 % Arbeitnehmeranteil) nun 14,6 % (+ 0,9 % Arbeitnehmeranteil) = also mehr Geld für die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER?
Bislang legte die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER ihren Beitragssatz individuell fest. Sie zog dazu ihre voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben heran. Mit diesen Beiträgen, die die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER entweder beim Arbeitgeber oder ihrem Mitglied einzog, wirtschaftete sie. Mit Einführung des Gesundheitsfonds verliert die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER ihre Finanzautonomie, denn der Staat schreibt den Kassen zukünftig vor, welchen Beitrag sie erheben müssen.
Die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER muss zwar nach wie vor die Beiträge beim Arbeitgeber oder ihrem Mitglied einziehen, muss sie aber dann an einen bundesweiten Fonds weiterleiten – dem so genannten Gesundheitsfonds.
Stellen Sie sich diesen Fonds einfach als eine Art Girokonto vor: Auf dieses Konto – das vom Bundesversicherungsamt (BVA) verwaltet wird - zahlen alle rund 220 gesetzlichen Krankenkassen ihre gesamten Einnahmen ein. In einem zweiten Schritt wird das Geld von diesem Konto nun wieder an die Kassen verteilt. Das BVA benutzt dafür einen komplexen Schlüssel: Für jeden ihrer Versicherten erhält jede Kasse zunächst eine Art Grundpauschale. Auf diese Pauschale werden je nach Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand ihrer Versicherten Zu- oder Abschläge erhoben.
Wird die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER 2009 einen Zusatzbeitrag erheben müssen?
Kommt eine Krankenkasse mit dem Geld, dass ihr von dem Girokonto, sprich dem Gesundheitsfonds, zugewiesen wird nicht aus, darf sie von ihren Versicherten einen Zusatzbeitrag erheben. Dieser Zusatzbeitrag muss vom Mitglied alleine gezahlt werden. Er darf ein Prozent des beitragspflichtigen Einkommens nicht überschreiten. Mitversicherte Familienangehörige brauchen keinen Zusatzbeitrag zu zahlen. Versicherte, die Sozialhilfe erhalten oder eine Grundsicherung bekommen, weil ihre Rente zu gering ist, zahlen einen möglichen Zusatzbeitrag nicht selbst. Für sie übernimmt das Grundsicherungs- oder Sozialamt den Zusatzbeitrag. Bezieher von Arbeitslosengeld II müssen dagegen den Zusatzbeitrag aus eigener Tasche finanzieren. Wenn eine Krankenkasse einen Zusatzbeitrag erheben muss, haben ihre Mitglieder ein Sonderkündigungsrecht. Kündigen daraufhin Versicherte ihre Mitgliedschaft in dieser Kasse, brauchen sie den Zusatzbeitrag im Kündigungszeitraum nicht zu zahlen. Aus heutiger Sicht wird die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER als finanziell gut aufgestellte Krankenkasse, die Ihnen bereits im Jahr 2008 konstant niedrige Beiträge bietet, keinen Zusatzbeitrag erheben müssen.
Kann die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER 2009 eine Prämie ausschütten?
Gut wirtschaftende Krankenkassen sollen die Möglichkeit erhalten, ihren Mitgliedern Beiträge zurückzuerstatten. Ob die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER eine Prämie an ihre Mitglieder auszahlen kann, werden wir erst dann wissen, wenn wir erfahren, wie hoch die Zuweisungen sind, die wir aus dem Fonds erhalten werden. Solange wir diese Höhe nicht kennen, werden wir uns an entsprechenden Spekulationen nicht beteiligen.
Was ist an der Aussage von Prof. Lauterbach dran, „die Betriebskrankenkassen werden langfristig nicht überleben“?
Die heftigen aktuellen Diskussionen über den Gesundheitsfonds und die Einführung des Einheitsbeitrags rufen viele wichtige und selbsternannte „Experten“ auf den Plan. Einer dieser „Experten“ ist Prof. Karl Lauterbach, der vor kurzem in der Presse mit der Aussage zitiert wurde, die Betriebskrankenkassen werden langfristig nicht überleben. Diese Aussage wurde u. a. in der Sendung Frontal 21 vom 7.10.2008 aufgegriffen und als Beispiel auf die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER bezogen. Zweifellos ist ein kritischer Journalismus wichtig, polemischer Journalismus ist jedoch nicht akzeptabel – und um nichts anderes handelt es sich hierbei.
Als das ZDF mit der Bitte an uns herantrat, eine Drehgenehmigung für unser Kundencenter in Bielefeld zu erhalten, um einige unserer Versicherten und uns nach ihrer Meinung zum Einheitsbeitrag zu befragen, haben wir dem selbstverständlich zugestimmt. Denn: es gibt keinen Grund für die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER sich zu verstecken: Wir sind ein außerordentlich gesundes Unternehmen: hinsichtlich der Finanzen, der Versichertenstruktur, der Leistungen und nicht zuletzt hinsichtlich der Kundenzufriedenheit. Einfach. Gut. Für Alle. Dass das auch langfristig so bleibt, wird über kurz oder lang auch ein Herr Lauterbach zugeben müssen.
Gleicher Beitragssatz – gleiche Kasse?
Auch und gerade 2009 gilt: Krankenkasse ist nicht gleich Krankenkasse. Individuelle Beratung, hohe Serviceorientierung, Zusatzleistungen, ausgezeichnete Wahltarife, Bonusprogramme, Flexibilität: Unterschiede, an denen Sie uns messen können:
Persönlich
Bei uns sprechen Sie mit Menschen, nicht mit Automaten.
Denn wir möchten, dass Sie wissen, was unsere Arbeit für uns bedeutet: einfach und schnelle Hilfe von Mensch zu Mensch.
Optimal
Bei uns erhalten Sie umfangreichste Leistungen für Ihren Beitrag.
Optimaler Service und ein anspruchsvolles Leistungsspektrum sind für uns eine Selbstverständlichkeit. Denn wir wollen, dass Sie wissen, warum Sie bei uns versichert sind.
Klar
Bei uns suchen Sie nicht, Sie finden. Sofort.
Bei uns finden Sie klare und verständliche Informationen. Denn unser Motto ist auch unser Angebot an Sie: Einfach. Gut. Für Alle.
Umfassend
Wir haben ganzheitliche Leistungen für ganzheitliche Menschen.
Jeder Mensch hat andere Vorstellungen von seiner Krankenkasse und seiner Behandlung. Wir sorgen für eine individuelle Beratung.
Perfekt
Damit Sie das bekommen, was Sie brauchen und nicht weniger.
Durch ein klares, für Sie sofort verständliches Angebot wissen Sie schneller, was wir Ihnen bieten. Einfach. Perfekt.
September 2008
18.09.2008
Einfach. Gut. Informiert: Am 21. September ist Welt-Alzheimer-Tag
Jeder Moment ist ein neuer: Nicht viele Krankheiten sind derart gefürchtet wie Alzheimer. Die Krankheit wurde nach dem deutschen Psychiater Alois Alzheimer benannt, der das Krankheitsbild 1906 erstmals beschrieb. Sie gehört zu einer Gruppe von Krankheiten, die vom Arzt als Demenzen bezeichnet wird. Demenz bedeutet der krankhafte Verlust erworbener geistiger Fähigkeiten.
Wörter vergessen, das Sprechen verlernen, irgendwann nicht mehr ohne Hilfe die einfachsten Verrichtungen im Alltag bewältigen können - dieses Schicksal trifft immer mehr Menschen: Etwa eine Million Deutsche leiden an Alzheimer. Weltweit sollen es bereits knapp 24 Millionen sein. Dabei hat es die Krankheit wohl schon immer gegeben. Dass sie in den letzten Jahrzehnten wie eine Epidemie um sich zu greifen scheint, liegt daran, dass die Menschen heute viel älter werden als früher.
Von den in Deutschland lebenden Demenzkranken sind knapp zwei Drittel Alzheimerpatienten. Jährlich treten mehr als 200.000 Neuerkrankungen auf. Sofern kein Durchbruch in Prävention und Therapie gelingt, wird sich die Zahl der Erkrankungen bis zum Jahr 2050 mehr als verdoppeln.
Zurzeit kann Alzheimer weder geheilt noch wirklich aufgehalten werden. Die Diagnose Alzheimer ist jedoch kein Todesurteil. Die Körperfunktionen, die bei der Krankheit gestört sind, sind nicht lebensnotwendig. Betroffene haben bei guter Pflege keine geringere Lebenserwartung als Nicht-Betroffene. Für eine entsprechende Pflege sind allerdings sehr gute Kenntnisse über die Krankheit, vor allem aber Geduld und sehr viel Liebe Voraussetzung.
Die Entdeckung
Am 25. November 1901 wurde die 51-jährige Auguste D. von ihrem Ehemann in die Städtische Irrenanstalt Frankfurt/Main eingeliefert. Sie wies äußerst seltsame Symptome des Altersschwachsinns auf und erweckte so das Interesse des Assistenzarztes Dr. Alzheimer. Im Frühjahr 1906, kurz nach dem Tod der "völlig verblödeten" Kranken, sezierte er ihr Gehirn und entdeckte dabei Eiweißablagerungen und abgestorbene Nervenzellen. Damit waren die seltsamen Symptome geklärt.
Ursache unbekannt
Die genauen Ursachen von Alzheimer sind bis heute nicht bekannt. Wissenschaftler hegen den Verdacht, dass bestimmte Erbfaktoren, entzündliche Vorgänge und noch unbekannte Umwelteinflüsse die Bildung der typischen Ablagerungen (Plaques) im Gehirn begünstigen, die zu Alzheimer führen. Bisher ging man davon aus, dass Demenzerkrankungen in Folge einer Ansammlung von großen dieser schädlichen Eiweißablagerungen zum Tod von Nervenzellen führen würde. Göttinger Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass die Zellen zunächst nicht absterben, sondern nur in ihrer Funktion gestört sind. Sollte sich dies bestätigen, hieße das, dass es möglich wäre, gegen die Krankheit vorzugehen. Demenzforscher stufen diese Entdeckung als „aufsehenerregend“ ein.
Genetisch kann die Alzheimer-Demenz in familiäre und sporadische Formen aufgeteilt werden. Der Anteil der familiär bedingten Alzheimer-Demenzen wird auf 5 bis 10 % geschätzt. Die Mehrheit aller Patienten (etwa 90 %) mit einer Alzheimer-Demenz leidet an so genannten sporadischen Formen, d. h., Erkrankungen ohne offenkundige familiäre Häufung. Bei der familiären Form sind Typen mit frühem Krankheitsbeginn (unter 60 Jahre) von solchen mit spätem Krankheitsbeginn zu unterscheiden.
Häufigkeit steigend
Die Häufigkeit von Demenzen nimmt mit steigendem Lebensalter zu, allerdings kann diese heimtückische Krankheit auch schon bei unter Fünfzigjährigen auftreten.
Über zwei Drittel aller Demenzkranken sind Frauen. Dies ist wohl hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass Frauen im Vergleich zu Männern eine längere Lebenserwartung haben.
Fast die Hälfte der Pflegebedürftigen in Privathaushalten hat eine Demenz, wobei mit zunehmender Pflegestufe der Anteil stark ansteigt. Gleichzeitig ist die Demenz der mit Abstand wichtigste Grund für eine Heimaufnahme. Der Anteil demenzkranker Heimbewohner hat in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich zugenommen. Derzeit sind über 60 % der Heimbewohner von dieser Krankheit betroffen. Man kann davon ausgehen, dass in Deutschland etwa 400.000 an Demenz erkrankte Menschen in Alten- und Pflegeheimen versorgt werden. Bei der ständig anwachsenden Zahl droht eine „Verheimung“ großer Teile einer immer älter werdenden Bevölkerung.
Die Diagnose
Das Gehirn ist bekanntlich das empfindlichste Organ unseres Körpers. Es reagiert bereits auf kleinste Veränderungen: Stress, schlechter oder nicht ausreichender Schlaf, eine falsche Ernährung und übermäßiger Alkoholkonsum können die Merkfähigkeit beeinträchtigen. Warnsignale, die auf eine Erkrankung hinweisen, sind in aller Regel aber erst solche Veränderungen, die sich in der letzten Zeit anhaltend eingestellt haben. Deshalb: Wenn jemand sein Leben lang schon immer Namen vergessen oder seinen Schlüssel verlegt hat, so ist das sicher kein Krankheitszeichen.
Die Diagnose Alzheimer setzt voraus, dass zusätzlich zu den Gedächtnisstörungen auch Beeinträchtigungen des Denk- und Urteilsvermögens vorliegen, die zu einer nachlassenden Alltagsbewältigung geführt haben. Störungen beim Sprechen (Wortfindungsstörungen, Artikulation), Probleme mit alltäglichen einfachen Verrichtungen (z. B. Krawatte binden, Kleidungsstücke richtig anziehen) oder zunächst gelegentliche Schwierigkeiten bei der Orientierung (Datum, Tageszeit) können hinzukommen.
Hat die geistige Leistungsfähigkeit im letzten halben Jahr deutlich abgenommen oder fällt es immer öfter schwer, komplexere Handlungen zu planen und auszuführen (wie Einkaufen, Koffer packen, Auto fahren, sich Dinge merken), so sollte dies abgeklärt werden.
Die Alzheimer-Krankheit bricht meist zwischen dem 60. und 65. Lebensjahr aus. Der Beginn ist schleichend. Man nimmt heute an, dass die Grundlagen dafür bereits im 35. Lebensjahr gelegt werden. Alzheimer kann jeden treffen. In der Anfangsphase der Erkrankung bemerken Betroffene, dass ihr Kurzzeitgedächtnis sie immer öfter im Stich lässt. Häufig müssen sie nach bestimmten Wörtern suchen, oder sie verwechseln Begriffe. Typisch ist auch das “Verlegen" von Dingen sowie starke Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen.
Wer solche Anzeichen an sich bemerkt, sollte dies umgehend mit seinem Hausarzt besprechen. Doch: nicht jede zunehmende Vergesslichkeit bedeutet gleich Alzheimer.
Sollte sich aber der Verdacht nach einer ersten Untersuchung erhärten, wird der Hausarzt eine Überweisung zu einem Spezialisten (Neurologen) veranlassen. Erst nach körperlichen und psychiatrischen Untersuchungen, psychologischen Tests, Laboruntersuchungen und eventuell einer Röntgenschichtaufnahme (Computertomogramm) des Gehirns kann eine sichere Diagnose gestellt werden.
Schweregrade der Demenz
Im Anfangsstadium erleben die Betroffenen beginnende Vergesslichkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Fehlbeurteilungen von Situationen meist noch sehr bewusst. Oft können sie aber die Schwere der Beeinträchtigung und ihre Auswirkungen auf den Alltag nicht adäquat beurteilen. Hinzu kommt häufig eine fehlende „Krankheitseinsicht“. Sie versuchen ihre Defizite vor der Umgebung zu verbergen und entwickeln dabei allerlei Kompensationsmechanismen bis hin zu kleinen Schwindeleien. Um ihre Defizite auszugleichen, schränken sie beispielsweise ihren Bewegungsradius auf die vertraute Umgebung ein. Sie vermeiden eine Reizüberflutung durch Rückzug in die eigene Wohnung oder reduzieren soziale Kontakte. Nicht selten entwickeln Betroffene als Reaktion auf ihre Beeinträchtigungen depressive Symptome und Angstgefühle.
Mit zunehmendem Schweregrad der Demenz nehmen die Kranken ihre Störungen immer weniger wahr oder leugnen sie. Im mittleren Stadium spüren sie zunehmend die Unfähigkeit, den Alltag zu bewältigen. Selbst einfache Tätigkeiten werden zum Problem.
Im letzten Krankheitsstadium nehmen vor allem die verbalen Kommunikationsmöglichkeiten stark ab. Die „Antworten“ von Demenzkranken bleiben für ihre Mitmenschen häufig missverständlich und werden deshalb oft fehl interpretiert. Die emotionale Kontaktfähigkeit bleibt dagegen vermutlich bis zum Lebensende erhalten. Auch auf Außenreize reagiert der Erkrankte. Deshalb ist es wichtig, ihm ein Leben in einer vertrauten Umgebung (eigene Möbel), mit geregelten Tagesabläufen und Beschäftigungen (z. B. Kartoffelschälen, Wäschefalten) und konstanten Bezugspersonen zu ermöglichen.
Leben mit Demenzkranken
Die Diagnose Alzheimer kann den schönen Traum vom erfüllten Lebensabend jäh zerstören. Von einem Moment auf den anderen wird das Leben des Betroffenen und seiner Angehörigen vollkommen verändert. Die Diagnose bedeutet Unsicherheit und Gewissheit zugleich: Niemand weiß, wie schnell die Krankheit voranschreiten wird. Sicher ist, dass die Erkrankten früher oder später selbst mit den einfachsten Dingen des täglichen Lebens überfordert sein werden. Für die Angehörigen, die den Erkrankten zu Hause betreuen, bedeutet das Pflege und Aufmerksamkeit rund um die Uhr.
Vorwiegend sind es Frauen, vor allem die Töchter oder (Ehe-) Partnerinnen, die die Versorgung eines Demenzkranken übernehmen.
Demenzerkrankungen mit ihren fortschreitenden Beeinträchtigungen in der Alltagsbewältigung und im Verhalten können Pflegende sehr stark belasten.
Insbesondere die Zunahme von Verhaltensproblemen wie Unruhezustände, aggressives Verhalten, Angst, Depression oder psychotische Symptome erhöhen die Belastungen von Pflegepersonen und führen häufig zu einer Heimeinweisung des Demenzkranken.
Der Kranke kann zum Fremden werden, denn auch der Charakter des Betroffenen verändert sich. Aus einer heiteren und optimistischen Persönlichkeit kann ein aggressiver, missmutiger und misstrauischer Mensch werden. Dieses „fremd werden" macht es den Angehörigen besonders schwer, im Umgang mit dem Kranken gelassen zu bleiben und die seelischen Belastungen, die die Pflege mit sich bringt, auszuhalten.
Insbesondere die Einschränkung der persönlich verfügbaren Zeit erleben pflegende Angehörige demenziell Erkrankter als belastend. Viele pflegende Angehörige werden durch Störungen, die vom Demenzkranken ausgehen (Unruhe, Inkontinenz), am Schlaf gehindert. Ausgebrannt sein - das „Burn out Syndrom“ - ist dann oft die Folge.
Es kann deshalb hilfreich sein, sich als Angehöriger mit anderen Betroffenen in einer Selbsthilfegruppe auszutauschen. Ihre BKK GILDEMEISER SEIDENSTICKER berät Sie gern.
18.09.2008
Frauen und Herzinfarkt – brisant, aber zu wenig beachtet
Die Ursache für beinahe die Hälfte aller Todesfälle in Deutschland sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ca. ein Fünftel davon werden durch einen akuten Myokardinfarkt verursacht. Dabei ist das Risiko für Frauen, einen Akut-Infarkt nicht zu überleben, besonders hoch, da sie oft unspezifischere Symptome zeigen als Männer und in der Folge zu spät in die Klinik gelangen. Eine aktuelle repräsentative Studie des Landesinstituts für Gesundheit und Arbeit des Landes NRW (LIGA) hat daher dieses wichtige Thema in seinen aktuellen Fragenkatalog aufgenommen, um das Herzinfarkt-Wissen der Bevölkerung zu erheben. Die wichtigsten Ergebnisse dieser Studie stellen wir Ihnen in diesem Beitrag vor.
Erfreulich: Fast alle Befragten rufen im Ernstfall den Notarzt oder 112. Aber: Nur wenige würden 1. Hilfe leisten.
Das Bewusstsein, dass es sich bei einem Herzinfarkt um einen dringenden Notruf handelt, bei dem unverzüglich unter der Telefonnummer 112 der Notarzt zu verständigen ist, ist bei der Bevölkerung NRWs vorhanden. Doch was ist zu tun, während man auf das Eintreffen des Arztes wartet? Womit kann man den Betroffenen unterstützen, vielleicht sogar die Überlebenschancen erhöhen?
Die Bürger in NRW wurden in einer offen gestellten Frage gebeten, zu erläutern, welche Maßnahmen sie ergreifen würden, wenn in ihrem Beisein eine Person einen Herzinfarkt erleiden würde.
Fast alle nennen bei dieser Frage die Benachrichtigung des Notarztes, doch nur wenige wissen, mit welchen Maßnahmen sie während der Wartezeit bis zum Eintreffen des Arztes den Patienten möglichst effektiv unterstützen können. Hier gibt es auch keine nennenswerten Unterschiede bei den beiden Gruppen mit und ohne Herzinfarkt-Betroffenen im Bekannten- bzw. Verwandtenkreis.
Fazit
Viel zu wenige Menschen in NRW wissen, wie man im Fall eines Herzinfarktes die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes überbrücken und damit die Lebenschancen für den Herzinfarktpatienten verbessern kann.
Vor allem, wenn Atmung bzw. Herzschlag aussetzen, ist es wichtig, unverzüglich mit Wiederbelebungsmaßnahmen zu beginnen. Wenn der Patient bei Bewusstsein ist, ist es wichtig,
• ihn zu beruhigen
• ihn mit angehobenem Oberkörper bequem zu lagern und
• enge Kleidungsstücke wie BH oder Krawatte zu öffnen.
Symptome sind nicht ausreichend bekannt. Besonders jüngere Menschen und Männer sind schlecht informiert
Ist den Bürgern in NRW bekannt, an welchen Anzeichen sich ein akuter Herzinfarkt in der Regel erkennen lässt?
Die beiden Hauptsymptome, nämlich 1. starke, andauernde Schmerzen oder Druck im Brustkorb und 2. Schmerzen in Armen oder Schulterblättern, werden jeweils nur von gut der Hälfte der Befragten genannt. Doch beinahe 80 % der Befragten nennen wenigstens eines dieser beiden Symptome, nur 21,5 % nennen weder noch.
Das Wissen um die Symptome eines Herzinfarktes korreliert mit dem Geschlecht, dem Alter und dem Sozialstatus der befragten Person.
Auch die Frage, ob der Befragte persönlich eine Person kennt, die schon einmal einen Herzinfarkt erlitten hat, nimmt Einfluss auf das Wissen der Bürger in NRW: Insgesamt geben 64,3 % der Befragten an, mindestens eine Person mit erlebtem Herzinfarkt persönlich zu kennen. Dabei überwiegt aber noch sehr deutlich die Zahl der Männer mit Infarkt: 20,9 % kennen einen, 13,6 % zwei und 23,9 % drei oder mehr Männer, die einen Herzinfarkt erlitten haben. Die Angaben für weibliche Patientinnen lauten analog 15,2 %, 5,3 % und 4,2 %.
Vor allem Männer (19 %) und junge Menschen zwischen 18 und 29 Jahren (30,7 %) können nicht ein einziges richtiges Herzinfarkt-Symptom nennen.
Das höhere Sterberisiko der Frauen ist den Menschen in NRW nicht bekannt
Es existiert ein entscheidender Unterschied bei der Herzinfarkt-Symptomatik zwischen Männern und Frauen: nur bei jeder zweiten Frau zeigen sich „starke Brustschmerzen, die in den Arm oder die Schultern ausstrahlen“ – ein in Lehrbüchern typischen Anzeichen für einen Infarkt.
Laut der deutschen Kardiologengesellschaft wird das Herzinfarktrisiko, nicht nur durch die unklarere Symptomatik, bei Frauen nach wie vor unterschätzt. Sowohl von den Frauen selbst als auch von Ärzten.
Eine effektive und wiederholte Aufklärung vor allem von Frauen im mittleren Lebensalter ist notwendig, um sie für ihre besondere Gefährdung im Notfall zu sensibilisieren.
Eine Interview zu diesem Thema, das Ihre BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER mit dem renommierten Herzexperten Prof. Dr. Dieter Horstkotte vom Herz- und Diabetes-Zentrum NRW, Bad Oeynhausen, geführt hat, können Sie in der aktuellen Ausgabe unseres Gesundheitsjournals lesen.